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L140-Ausbau in Jork: „Wir haben nur eine Chance“

Straße und Radweg sind marode
bc. Jork. Die von Bürgermeister Gerd Hubert (Bürgerverein) erhoffte große Lösung für den L140-Ausbau in Jork wird es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht geben. Das wurde im jüngsten Bauausschuss deutlich. Die Verwaltung soll nun nach dem Willen der Politik eine Beschlussvorlage für den nächsten Bauausschuss Ende Februar erarbeiten, in der die Planungen für eine einfache Sanierung angeschoben werden. Zudem fordern die Ausschussmitglieder eine genaue Kostenaufschlüsselung.

Bauherr wird die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sein. Wie berichtet, stellte die bereits im November 2015 in einer öffentlichen Infoveranstaltung eine umfangreiche Ausbau-Planung vor. Mit Geh- und Radwegen auf beiden Seiten in Osterjork und einer Verschwenkung der Straße.

Daraufhin gab es zahlreiche Einwendungen von Anwohnern. Um jedoch eine saubere Planung für den Bereich Osterjork durchführen zu können, braucht das Land in dem Fall ein förmliches und langwieriges Planfeststellungsverfahren. Die Finanzierungszusage des Landes steht aber nur bis Ende 2017. Das Risiko, dass die Mittel aus dem Sondertopf weg sind, die Straße aber noch nicht fertig ist, sei hoch, sagt Falk Salomon von der Straßenbaubehörde: „Die Arbeiten müssten spätestens Mitte 2017 starten.“ Das sei sehr sportlich.

Die Konsequenz für die Politik: „Wir haben nur eine Chance. Dann sanieren wir eben nur die Straße und den Radweg auf der Nordseite. Alle weiteren Planungen, die ein Planverfahren nötig machen, sind nicht sinnvoll“, so CDU-Fraktionschef Michael Eble.
Harm-Paul Schorpp (Grüne) merkte an, dass auch bei einer Sanierung die Straße ausgekoffert und von Grund auf neu aufgebaut werde.

Für die Gemeinde wird eine Sanierung viel günstiger. Ein Vollausbau würde Jork wohl mehr als eine Mio. Euro kosten. Salomons grobe Schätzung bei einer Sanierung ohne Verschwenkung: knapp 300.000 Euro Gemeindeanteil (inklusive der Sanierung in Königreich) für die Lösung des Entwässerungsproblems plus X (Beleuchtung, Parkbuchten, etc.). Das Problem: Selbst die einfache Sanierung könnte ein Planverfahren erfordern. Nämlich dann, wenn sich die Eigentümer in Sachen Entwässerung nicht mit dem Land einigen können.

• Weiteres Thema: Der Kreisverkehr auf der L140, der die Jorker Umgehung durch das Gewerbegebiet „Ostfeld“ an die Straße Osterjork anschließen soll, wird erst frühestens Mitte März fertig. Was die Gewerbetreibenden dazu sagen und wie sie sich eine Lösung vorstellen, lesen Sie am Mittwoch im WOCHENBLATT.