Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Moment mal: In Jork braucht man einen langen Atem

Wissen Sie noch, was 1995 war? Unser Kanzler hieß Helmut Kohl, der erste Castor-Transport erreichte Gorleben und die Pflegeversicherung wurde eingeführt. Und in der Gemeinde Jork fand das erste Mal an der kaputten Hinterstraße in Estebrügge eine Ortsbegehung von Politik und Verwaltung statt. Seit diesem Tage an war klar, dass die Straße grundlegend saniert werden muss.
Zeitsprung in die Gegenwart: Am vergangenen Donnerstag sollten die Politiker im Bauausschuss die sogenannte Prioritätenliste für 70 Kilometer Gemeindestraßen fortschreiben. Und, Sie ahnen es bereits, welche Straße dort von Seiten der Verwaltung als erste vorgestellt wurde, die einer „dringenden Erneuerung“ bedarf. Es war die Hinterstraße. 20 Jahre nach der ersten Begehung.
Das zeigt: Die Jorker Bürger brauchen einen langen Atem, wenn es um kostspielige Sanierungsprogramme geht. Mehr als Flickschusterei war angesichts leerer Kassen in den letzten zwei Jahrzehnten nicht drin. Und auch jetzt scheint schon klar zu sein: Vor 2019 wird sich an der Hinterstraße nichts tun, genauso wie an der maroden Gartenstraße oder in Jork-Gehrden. Priorität eins hin oder her.
Verabschiedet wurde die Liste übrigens im Ausschuss noch nicht. Das ist jetzt Hausaufgabe für die Politiker. FDP-Ratsherr Peter Rolker gab noch einen gut gemeinten Ratschlag mit auf den Weg: Die Hinterstraße habe 20 Jahre gehalten. Trotz Priorität eins. „Mit der Sanierung können wir jetzt auch noch bis 2025 warten.“ Björn Carstens