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Neubau-Entwurf auf Ruinen-Grundstück: Ausschuss verweigert Einvernehmen

bc. Jork. Man kann den Politikern der Gemeinde Jork wirklich nicht vorwerfen, sie würden ihre Aufgabe nicht ernstnehmen. Im jüngsten Bauausschuss des Gemeinderates diskutierten sie ein weiteres Mal ausgiebig über den Architektenentwurf für den Neubau auf dem Ruinen-Grundstück des abgebrannten "Altländer Hofes". Dabei ging es um Detailfragen: Baumfällungen, Grünbewuchs auf Carports und vor allem um die geplante Ausgestaltung der Dachgauben, die nach Meinung vieler Ausschussmitglieder zu großzügig ausfallen soll.

Am Ende verweigerten sie dem Entwurf mehrheitlich ihr Einvernehmen. Die Ratsleute monierten, dass die Gestaltungssatzung der Gemeinde bei den Planungen nicht ausreichend beachtet wurde. Bürgermeisterr Gerd Hubert (Bürgerverein) soll nun noch einmal mit dem Bauherrn über mögliche Anpassungen sprechen. Bis zum nächsten Verwaltungsausschuss am 6. Oktober hat Hubert Zeit, die Angelegenheit zu klären, damit die Gemeinde ihr Einvernehmen geben kann.

Der Rathauschef ist langsam hörbar genervt: „Wir verlieren uns in Detailfragen. Dabei geht es doch darum, endlich diesen Schandfleck zu beseitigen.“ Eine solche Diskussion über Kleinigkeiten sei kontraproduktiv, weil sie nicht investorenfreundlich sei und potenzielle zukünftige Bauherren abschrecken könnte.

Wie berichtet, plant die Volksbank Stade-Cuxhaven einen Neubau auf dem Ruinen-Grundstück. Der Bank-Vorstand möchte so schnell wie möglich die Überreste der früheren Gaststätte entsorgen, um dort ein Mehrfamilienhaus zu bauen. Über den Bauvorbescheid entscheidet der Landkreis als Genehmigungsbehörde.