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Wutbürger legen Verkehr im Alten Land lahm

Die Autos stauten sich auf dem Obstmarschenweg. Die Situation wurde so brenzlig, dass die Polizei den Verkehr umleitete. (Foto: oh/Lars Höbeler)
Die Situation im Alten Land spitzt sich zu: Die Anwohner in Jork sorgen für ein Verkehrschaos
at. Jork. Parkende Autos, kilometerlanger Stau und fluchende Pendler: Der Verkehr ging am Montagmorgen nur im Schritttempo durch den Obstmarschenweg (L140) zwischen Jork und Königreich. Der Grund: Wütende Bürger hatten mit kleinen, gezielten Aktion das Chaos provoziert.
Pünktlich zum Besuch von Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) sorgten die Mitglieder einer neugegründeten Bürgerinitiative in Jork für das Verkehrschaos im Alten Land. Sie wollten Lies an sein Versprechen erinnern, die Autobahn 26 nicht beidseitig freizugeben. "Sonst haben wir diese Situation jeden Tag", sagte Lars Höbeler, Sprecher der Bürgerinitiative in Jork.
Manche Pendler sahen bei der Aktion rot: Sie hupten, zeigten den Mittelfinger und beschimpften die Demonstranten, die vom Straßenrand aus den Stau beobachteten.
Gefährlich wurde es für die Demonstranten, als ein Autofahrer die Geduld verlor: Er benutzte den Bürgersteig zum Überholen. Die Polizei schritt schließlich ein: Die Beamten leiteten den Verkehr kurzerhand um.
Lars Höbeler kann die Wut und den Frust der Verkehrsteilnehmer zwar verstehen, kündigte aber weitere Aktionen dieser Art an. "Wir fordern ein nachhaltiges Verkehrskonzept für das Alte Land und eine Sanierung des Obstmarschenwegs", sagte Höbeler. Erst dann dürfe die Autobahn freigegeben werden. Sonst würden die Anwohner klagen.
Abgeguckt haben sich die Jorker die Aktion von den Mitgliedern der Bürgerinitiative in Mittelnkirchen. Die haben mit ihren Staus bereits eine Tempo-30-Zone für Schwerlasttransporte über 7,5 Tonnen erreicht.
Verkehrsminister Olaf Lies machte sich am Nachmittag selbst noch ein Bild von der Situation im Obstmarschenweg und verkündete anschließend seine Entscheidung zur Öffnung der A26.