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Obstbäume blühen zwei Wochen später als üblich

Die ersten Kirschbäume blühen
lt. Altes Land. Rund zwei Wochen später als üblich verwandelt sich das Alte Land jetzt nach und nach in ein Blütenmeer. Die Knospen der Frühkirschensorte Bellise haben sich bereits vor einigen Tagen geöffnet, die Hauptsorten wie Regina und Kordia folgen pünktlich zum Blütenfest in Jork an diesem Wochenende. Die Apfelblüte schließt sich voraussichtlich um den Himmelfahrtstag an.
"Normalerweise blühen die Apfelbäume bei uns meist schon Ende April", sagt Dr. Matthias Görgens vom Obstbauzentrum Esteburg in Jork-Moorende. Für die Verzögerung ist der ungewöhnlich kalte März mit einer Durchschnittstemperatur von Minus 0,5 Grad verantwortlich.
Eine ähnliche Situation habe es auch 2006 gegeben, so Görgens. Damals konnte die Natur den Rückstand dank eines warmen Sommers aber wieder aufholen. Die Ernte verzögerte sich nicht. Ob das in diesem Jahr auch klappt, müsse man abwarten.
Die langjährigen Mittelwerte für den Blütebeginn liegen um den 22. April für die Kirsche sowie um den 3. Mai für den Apfel.
Übrigens: Im Kehdinger Land blühen die Bäume aufgrund ihrer nördlicheren Lage im Durchschnitt immer drei bis vier Tage später als im Alten Land.

Im Landkreis Stade wird nach der Baumobsterhebung 2012 auf insgesamt knapp 8.000 Hektar Obst angebaut. Den Löwenanteil nimmt der Apfel mit 7.115 Hektar Anbaufläche ein. Süßkirschen werden auf 410 Hektar, Birnen auf 247 Hektar und Pflaumen auf 199 Hektar abgebaut. Die Sauerkirsche ist mit einer Anbaufläche von nur sieben Hektar bedeutungslos geworden.
Insgesamt wachsen im Kreis Stade knapp 15 Mio. Obstbäume, mehr als 14 Mio. davon sind Apfelbäume. Am häufigsten angebaut werden die Apfelsorten Elstar (29 Prozent), dunkler Jonagold (16 Prozent) und Red Jonaprince (9,5 Prozent).
In den vergangenen fünf Jahren hat die Anbaufläche des Apfels um 479 Hektar zugenommen. Alle anderen Obstsorten haben an Fläche verloren.
Im Landkreis Stade gibt es heute 474 Obstbaubetriebe. Die durchschnittliche Betriebsgröße ist in den vergangenen fünf Jahren um ca. drei Hektar auf durchschnittlich 15,31 Hektar angewachsen.