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Polit-Prominenz in Jork: Bundesminister besucht Obstbautage

Christian Schmidt (CSU, 2.v.re.), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, erhält im Beisein der Blütenkönigin Gesche Wick von Heike Budde (Landfrauen) ein Kochbuch. Ulrich Buchterkirch (li.) und Jens Stechmann überreichten einen Präsentkorb mit Produkten aus dem Alten Land

"Sie können auf mich zählen": Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt (CSU) sichert Obstbauern Unterstützung zu


ab. Jork. Viele Gäste aus Agrarwirtschaft und Politik kamen zum „Verbandspolitischen Tag des Landvolks Niedersachsen“, um den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt (CSU), zu sehen und zu hören. In der gut besuchten Altländer Festhalle hielt er am Donnerstagnachmittag eine Rede. Zuvor hatte er während eines Rundgangs über die Fachmesse neue Landwirtschaftsgeräte und Apfelsorten begutachtet.

Unter dem Motto „Akzente für den Obstbau“ stellte Schmidt in seinem Vortrag die Relation zwischen Qualität und Quantität dar. Ökologischer Anbau sei auf dem Vormarsch, was er begrüße, so der Minister. Doch wenn es notwendig sei, Obst zu spritzen, damit es unbeschadet wachse, müsse das geschehen. Man müsse außerdem weg von der Vorstellung, Qualität und Klasse zu niedrigen Preisen zu erhalten.

Beim Thema Sondergebietsverordnung im Alten Land hatte sich der Minister für die Landwirte stark gemacht und versicherte: „Sie können auf mich zählen“, wofür er vom Vorsitzenden der Landesfachgruppe Obst, Ulrich Buchterkirch, gelobt wurde.

Vor allem die Politik dürfe Landwirtschaft nicht durch zu viele Vorgaben überfordern, fuhr der Minister fort. Als Beispiel nannte er die Initiative Tierwohl, die ihm am Herzen liege. Schmidt erzählte: „Kürzlich saß ich mit Landwirten in einer Gesprächsrunde und erläuterte meine Vorstellungen zur Tierhaltung. Da hieß es: ‚Hast gute Ideen, Herr Minister, aber so können wir nicht produzieren. Dann müssen wir alle dicht machen.‘“ Markt, Preis und Haltung bedingten sich gegenseitig - der Minister müsse sich dann in einem anderen Land sein Fleisch kaufen, wo die Bedingungen für Tiere noch schlechter seien.

„In meiner Funktion trage ich jedoch Verantwortung dafür, gute Ernährung sicherzustellen“, sagte Schmidt. Wie das Klima, sei vieles im Wandel. Das sorge auch beim Anbau für Veränderungen.
„Wir müssen uns für die Entwicklung neuer Sorten engagieren“, mahnte er. Wer im Alten verharre, könne nur verlieren.
Flüchtlinge als Saisonarbeiter zu beschäftigten, soll in diesem Jahr als bundesweites Projekt starten. Mehr darüber werde bald in Kürze publik gemacht werden.

Als weitere Aufgabe nannte er die gesunde Ernährung von Kindern. „Auch hier haben wir einen Ernährungs- und Bildungsauftrag.“ Gerade Kindern müsste gezeigt werden, welche Lebensmittel frisch sind und wo sie herkommen. Schmidt versprach, noch in diesem Jahr zu diesem Zweck ein Kompetenzzentrum für Schulernährung auf den Weg zu bringen. Die Vorbereitungen dafür seien bereits getroffen worden.