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Anzahl der Autos steigt auf 14.700 am Tag

Der Verkehr staut sich in Mittelnkirchen.
Bürgerinitiative in Mittelnkirchen kämpft weiter. Widerstand auch in Grünendeich und Hollern-Twielenfleth.

at. Altes Land. Die Bürger in Mittelnkirchen geben nicht auf, in einem offenen Brief bitten sie Landrat Michael Roesberg wieder um Hilfe. Vor zehn Wochen hatte der Landkreis auf Drängen der Anwohner eine Tempo-30-Zone für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen eingerichtet. "Am Verhalten der Fahrzeugführer hat sich nichts Wesentliches geändert", schreiben die Mittelnkirchner in dem besagten Brief.
Dreimal habe die Polizei Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Weil Mittelnkirchen kein Unfallschwerpunkt sei, würde die Polizei aber keine weiteren Kontrollen durchführen. Diese Aussage bekam die Bürgerinitiative von Polizeipräsident Friedrich Niehörster.
Die Anwohner sind enttäuscht. "Wurden diese Schilder nur aufgestellt, um die Anwohner zunächst zur Ruhe zu bringen?", fragen sie Landrat Roesberg.
Nach wie vor parken die Bewohner vereinzelt Trecker und Anhänger am Straßenrand und bringen damit Autofahrer zur Weißglut. Die rufen regelmäßig die Polizei, doch die hat keine Handhabe gegen die Parkenden. Sie stehen nicht im Halteverbot. Besonders dreist: Lkw und Schwertransporte haben damit angefangen, in der Nacht durch den Ort zu fahren. So entgehen sie nicht nur dem Stau, sondern auch einer möglichen Blitzaktion im Ort. Die Emotionen haben sich schon so hoch geschaukelt, dass einem Anwohner die Autoreifen in der Nacht aufgestochen worden sind. Er zieht weg aus Mittelnkirchen.
Die Bürgerinitiative lässt trotzdem nicht locker. Sie kämpfen für die Öffnung der Autobahn 26. Und die Initiative bekommt Unterstützung: Auch in Grünendeich und in Hollern-Twielenfleth regt sich Widerstand. Die Anwohner haben dort auch Bürgerinitiativen gegründet.
Vielleicht auch wegen der neuen Zahlen, die der Landkreis in seiner jüngsten Verkehrszählung ermittelt hat. Im Januar zählte der Landkreis 11.400 Fahrzeuge in Mittelnkirchen, im Juli 14.700 am Tag.