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Bassenflether Strand: Jedes Sandkorn wird gesiebt

HPA-Mitarbeiter Helmut Wulff steuert den Tracktor, der die Sandsiebmaschine zieht (Foto: am)
am. Bassenfleth. Wo sonst am Vormittag nur Spaziergänger und Hundebesitzer anzutreffen sind, tuckerte am vergangenen Donnerstag im gemächlichen Tempo ein Traktor samt einer angehängten Reinigungsmaschine über den Bassenflether Strand. Einmal im Jahr wird hier jedes Sandkörnchen gesiebt. Dafür hebt die Maschine die obersten zehn Zentimeter des Bodens ab und befördert sie auf ein großes Band.
Alles, was über das Jahr im Sand verschwunden ist, kommt dabei zum Vorschein, und am Ende bleibt ein zwei Meter breite Spur mit feinstem Rieselsand. In dem Behälter der Siebmaschine sammelt sich viel Schilf, aber auch Zigarettenstummel, Kronkorken und vor allem Glasscherben finden den Weg in den Sammelcontainer.
Die Gemeinde Hollern-Twielenfleth übernimmt die Kosten für Reinigung und Entsorgung, die sich auf rund 900 Euro belaufen. Die Strandpflege zeige bereits langfristige Erfolge, so der Bauamtsleiter der Samtgemeinde Lühe, Rolf Riggers. "Wir haben damit vor rund vier Jahren angefangen", sagt er. "Damals haben wir noch sehr viel Müll aus dem Sand geholt." Dadurch, dass nun kontinuierlich gereinigt werde, falle immer weniger an.
Samt Traktor und Mitarbeiter reist die Strandreinigungsmaschine aus Hamburg von der Hamburg Port Authority (HPA) an, die für die Stadt Hamburg das Hafenmanagement übernimmt. HPA-Mitarbeiter Helmut Wulff hat in diesem Jahr den Arbeitsausflug in die benachbarte Elbregion unternommen: "Im Vergleich zu den Stränden in Neumühlen oder Ovelgönne ist das hier ein sauberer Strand." Dort würden die Mitarbeiter manchmal zwei- bis dreimal die Woche anrücken und den liegengebliebenen Party-Müll der Hamburger aufsammeln.