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Bei Vollmond in die Plantage: Außergewöhnliche Apfelernte auf dem Bio-Obsthof Münch

Bio-Obstbauer Claus-Peter Münch erntet Vollmond-Äpfel
lt. Hollern-Twielenfleth. "Die spinnen doch, die Bio-Bauern", denkt sich wohl der ein oder andere angesichts der nächtlichen Apfelpflückaktion, die jetzt auf dem Bio-Obsthof Münch in Hollern-Twielenfleth von den Erntehelfern besonderen Einsatz abverlangte. Bio-Obstbauer Claus-Peter Münch und seine 32 rumänischen Saisonarbeiter ernteten in einer klaren Vollmondnacht knapp 50 Tonnen Äpfel der Sorte Jonagored.
"Die Vollmond-Äpfel sind besonders saftig und süß", sagt Claus-Peter Münch. Er stimmte die Pflücker am frühen Abend bei Kaffee und Pfaumenkuchen auf das außergewöhnliche Ernteereignis, das besondere Sorgfalt erfordert, ein.
"Pflückt die Äpfel mit viel Liebe und Zuwendung", gab Münch den Erntehelfern mit auf den Weg, bevor es im Treckertross in den vom Mondschein erleuchteten Obsthof ging.
Zusätzlich zum Mondlicht hatte jeder Pflücker dank einer Stirnlampe den Durchblick. Schnell füllten sich die Großkisten.
Und weil man im Halbdunkeln wachsamer ist und mehr auf seine Handgriffe achten muss als bei Tageslicht, sind die Pflücker wohl tatsächlich bewusster bei der Sache als sonst. Vorarbeiter Mehmet Aydemir, der schon bei der ersten Vollmond-Apfelernte vor acht Jahren dabei war, bestätigt zudem: "Die Äpfel schmecken wirklich besser".
Das liegt laut Claus-Peter Münch daran, dass der Saftdruck im Stamm in Vollmondnächten zunimmt. Die Nährstoffe in den Äpfeln seien dann konzentrierter. Vollmond-Äpfel bleiben laut Münch auch länger frisch.
Und auch bei den Kunden kommen die Vollmondäpfel gut an. Die Mond-Äpfel der Sorte Jonagored werden doppelt so häufig gekauft wie die "normalen" Jonagored, so Münch.
Übrigens: Das kalte und nasse Frühjahr, in dem nur wenig Bienen unterwegs waren, hat in diesem Jahr dazu geführt, dass die Apfelernte so schlecht ausfällt wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Altländer Obstbauern ernten nur rund 200.000 Tonnen Äpfel, im vergangenen Jahr waren es 80.000 Tonnen mehr.
Auch bei Claus-Peter Münch, der auf 95 Hektar Äpfel anbaut und damit der größte Erzeuger von Bio-Tafeläpfeln in Deutschland ist, hängen die Bäume längst nicht so voll wie sonst. "Wir haben rund 70 Prozent weniger Ertrag als in 2012", sagt der Bio-Obstbauer.
Noch ein Grund mehr, das gepflückte Obst als ein nicht selbstverständliches Geschenk der Natur zu betrachten, findet Münch. Und das gilt nicht nur für die Vollmond-Äpfel.
Nähere Infos unter www.mondapfel.de und www.bioobstmuench.de