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Brummis blockieren Gehweg: Lkw werden immer mehr zum Problem auf der L140

Franziska (re.) und Jette appellieren an die Lkw-Fahrer: „Parkt nicht auf unserem Gehweg zur Schule!“
lt. Altes Land. Das Alte Land hat ein im wahrsten Wortsinn schwer wiegendes Problem: Seit der Öffnung der Umgehungsstraße in Finkenwerder hat der Schwerlastverkehr auf der Landestraße 140 deutlich zugenommen. Viele Lkw nehmen auf dem Weg Richtung Stade und Cuxhaven die Route durchs Alte Land und nicht die Bundesstraße 73.
Besonders erhebliche Folgen hat das u.a. in Mittelnkirchen, wo es auf der kurvigen L140 schon mehrere Kollisionen zwischen Lkw und Pkw gegeben hat sowie in der Gemeinde Hollern-Twielenfleth. Im Bereich der Grundschule und gegenüber des Einkaufsmarktes im Ort blockieren Laster inzwischen täglich den Gehweg und machen ein Durchkommen für Schüler unmöglich. "Die Kinder müssen dann auf die viel befahrene Straße ausweichen", sagt Ortsbürgermeister Timo Gerke.
Viele Kraftfahrer halten den Gehweg, der nicht durch einen Bordstein von der Straße abgegrenzt wird, offensichtlich für eine Haltebucht und nutzen ihn, um schnell etwas einzukaufen oder um eine Pause zu machen, so Gerke. Es sei sogar schon vorgekommen, dass die Brummiführer mit ihren Fahrzeugen auf dem Gehweg übernachteten und am nächsten Morgen unsanft von Anwohnern geweckt werden mussten.
Timo Gerke glaubt, dass sich das Problem leicht lösen ließe. Er wünscht sich ein Hochbord an der Stelle, damit der Gehweg besser als solcher zu erkennen ist und nicht mehr so einfach von Lkw befahren werden kann.
Und der Ortsbürgermeister hat noch einen weiteren Wunsch. Er möchte die Fahrbahnmarkierung in der Straßenmitte wieder haben, die nach der Sanierung der L140 im Bereich der Tankstelle nicht wieder aufgebracht wurde.
Das Argument der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Stade, dass die fehlende Markierung umsichtigeres Fahren fördere, hält Gerke für fadenscheinig. "Die Autofahrer sind dadurch eher verunsichert", sagt der Ortsbürgermeister.
Hans-Jürgen Haase von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Stade verweist auf WOCHENBLATT-Nachfrage auf Untersuchungen, die gezeigt hätten, dass fehlende Fahrbahnmarkierungen die Sicherheit in Ortsdurchfahrten erhöhen. Die Behörde verzichte deshalb grundsätzlich auf die weißen Striche auf der Straße.
Was den geforderten Bordstein angeht, soll nun die Situation vor Ort geprüft werden, um zu sehen, was möglich ist, so Haase.
Für das grundsätzliche Lkw-Problem sieht Haase nur eine Lösung: Eine schnelle Fertigstellung der A26.