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Das gesamte Geld der Gesellschafter ist weg

bc. Grünendeich. Voraussichtlich Anfang Mai wird das Insolvenzverfahren wegen der überschuldeten „Zur schönen Fernsicht“-Betriebsgesellschaft eröffnet. Das wurde jüngst im Grünendeicher Gemeinderat bekannt. Wie berichtet, hatte die GmbH, Pächter der Traditionsgaststätte in Grünendeich, Insolvenz angemeldet. Die Gesellschaft wird vermutlich im Verfahren liquidiert.
Nach Angaben von Gemeindedirektor Gerhard Buchner ist das Stammkapital der 40 Gesellschafter, darunter viele Privatleute, in Höhe von rund 140.000 Euro vollständig aufgebraucht. Auch die Gemeinde-Anteile in Höhe von 25.000 Euro sind damit weg. Alle laufenden Rechnungen seien aber bezahlt. Der Restaurantbetrieb gehe vorerst weiter, alle gebuchten Veranstaltungen fänden statt.
Das Gebäude, das erst vor zwei Jahren mit viel Steuergeld saniert wurde, gehört seit Langem der Gemeinde Grünendeich, die nun aufgrund der Renovierungskosten auf 900.000 Euro Schulden hockt. Ein Verkauf steht laut Buchner trotzdem nicht zur Debatte: „Es geht darum, einen Treffpunkt für die Bürger im Dorf zu erhalten.“
Zur Erklärung: In der markanten Immobilie ist auch ein Dorfgemeinschaftshaus untergebracht, für dessen Sanierung staatliche Subventionen flossen. Wird das Haus verkauft, müssten Zuschüsse in Höhe von 200.000 Euro zurückgezahlt werden.
Kommende Woche will der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Malte Köster ein Zukunftskonzept vorlegen. Die Gemeinde hofft auf einen neuen Pächter.