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Das Jugendzentrum in Steinkirchen muss ausziehen

Das Jugendzentrum muss ausziehen. Der Eigentümer des Gebäudes möchte die Räume selbst nutzen (Foto: am)
am. Steinkirchen. Besucher und Mitarbeiter des Jugendzentrums (JuZ) in Steinkirchen müssen sich auf unruhige Zeiten einstellen. In den nächsten 24 Monaten stehen ihnen zwei Umzüge bevor. Anders als geplant kann das JuZ nicht bis zum voraussichtlichen Umzug in das alte Rathaus in den jetzigen Räumen bleiben. Vor knapp einem Monat kündigte der Eigentümer des Gebäudes in der Straße Bürgerei das Mietverhältnis. Bis Ende Mai muss das Jugendzentrum eine neue Übergangsbleibe gefunden haben.
Samtgemeinde-Bürgermeister Michael Gosch tritt Gerüchten im Ort entgegen, nach denen es Schwierigkeiten in den Räumen gegeben haben soll. "Wir haben sowohl zu den Nachbarn als auch zu dem Vermieter gute Beziehungen. Wir bedauern die Kündigung zutiefst." Der Eigentümer möchte das Gebäude, in dem schon mal eine Gaststätte und eine Bank untergebracht war, jetzt für sich nutzen und hat daher der Samtgemeinde die fristgerechte Kündigung ausgesprochen.
Das wirft die Überlegungen von Politik und Verwaltung durcheinander. Zwar plante die Samtgemeinde auch selbst den Auszug des Jugendzentrums, da sie auf lange Sicht die nicht unerheblichen Miet- und Energiekosten für das Gebäude einsparen wollte, das sollte aber erst in zwei Jahren geschehen.
Gesetzt den Fall, es findet sich kein Käufer für das alte Rathaus, dann soll, wie berichtet, im Vorderteil die Bücherei und im hinteren Teil unter anderem das Jugendzentrum untergebracht werden. Bei dem Beschluss zum Bau des neuen Rathauses war diese prinzipielle Nachnutzung des alten Rathauses beschlossen worden. Politik und Verwaltung stützen sich bei diesen Plänen auf eine Machbarkeitsstudie von 2015. Angedacht ist, das Jugendzentrum auf zwei Etagen und rund 200 Quadratmetern unterzubringen.
Wie Gosch ist auch Jugendpfleger Marcel Kohrs nicht glücklich über die neueste Entwicklung: "Zweimal umziehen, dass ist für die Jugendarbeit etwas kompliziert aber ich setze mein Vertrauen in die Verwaltung, dass adequate Räume für die Übergangszeit gefunden werden." Um die pädagogische Arbeit fortführen zu können, seien Räumlichkeiten mit einer Küche, einem großen Aufenthaltsraum und vielleicht auch einem Außengelände oder Innenhof zum Fußballspielen wünschenswert.
Bei dem Stand des Immobilienmarktes in Steinkirchen wird es nicht einfach, eine neue Bleibe zu finden. Gosch versichert aber, dass die Jugendarbeit in Steinkirchen fortgeführt werden soll. Als Notlösung sieht er die Unterbringung im Dorfgemeinschaftshaus. Der Samtgemeinde-Bürgermeister wendet sich an die Bürger: "Wer eine Immobilie zur Vermietung hat, der melde sich bitte im Rathaus."