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Ein Stück Mongolei im Hintergarten

Die Jurt steht im Garten des Ehepaares Dinglinger
Volkmar Dinglinger erfüllt sich Traum mit mongolischer Jurte im Alten Land / Exotisches Gästehaus auch mietbar

am. Hollern-Twielenfleth. Es gibt einige Regeln, die es zu beachten gibt, wenn man die mongolische Jurte betreten will: Mit dem rechten Fuß zuerst eintreten, nicht auf der Schwelle stehen, nicht zwischen den Mittelbalken hindurchgehen. Aurora und Volkmar Dinglinger achten darauf und geben diesen kleinen Einblick in die mongolische Kultur auch mit einem Augenzwinkern an ihre Gäste weiter.
Vor sechs Jahren hat das Ehepaar eine original mongolische Jurte ins Alte Land importiert. Hier haben sie die zeltähnliche Unterkunft in ihrem Garten aufgebaut. Seitdem kann jeder, der will, den Geruch von Schafsfilz, Pferdehaar und Kamelleder beim Schlafen einatmen. In diesem Jahr steht die beheizte Jurte in Hollern-Twielenfleth Besuchern zum ersten Mal auch an den kalten Tagen offen.
Frieren dürfte dabei aber keiner, denn die Schafsfilzschicht in der Jurte isoliert gut. "In der Mongolei wird es bis zu minus 45 Grad Celsius kalt", sagt Aurora Dinglinger. Dort ist die Jurte oder auch Ger genannt die traditionelle Behausung der Nomaden. Alle Elemente sind gesteckt oder gebunden. Der Aufbau dauert zwei, der Abbau eine Stunde.
Aurora Dinglinger stammt aus der Mongolei. Sie hat ihren Mann im Jahr 2000 kennengelernt, als dieser dort beruflich tätig war. Als sie kurze Zeit später ihr Studium in Deutschland begann, fanden die beiden zueinander. Der drängende Wunsch nach einer Jurte stammt aber von Volkmar Dinglinger. Er erfüllte sich damit einen Traum. So nah am Original wie möglich, mit Seilen aus Pferdehaar und von mongolischen Familienunternehmen gefertigt, das war ihm wichtig. "Du warst im vergangenen Leben ein Mongole", sagt seine Frau öfter zu ihm.
Als ihre Eltern in der Mongolei erfuhren, dass sie sich für das mongolische Nomadenhaus interessieren, beschlossen sie dem Ehepaar der Tradition entsprechend, eine Jurte zu schenken. Dann hat das Ehepaar ihre neue kleine Unterkunft Stück für Stück eingerichtet. Die bunt bemalten Möbel und die Naturmaterialien machen den Innenraum warm und gemütlich, auch wenn draußen das Wetter alles andere als freundlich ist.
Für Volkmar Dinglinger ist die Jurte ein beruhigender Ort, den er mit seiner Familie oft nutzt. Die Idee, die Unterkunft auch an Gäste zu vermieten hatte er erst später. Interessenten gibt es aber genug. "Die Gäste kommen aus aller Welt, aus China und dem Irak", sagt Dinglinger, "und genießen die besondere Atmosphäre."