Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

„Fernsicht“ bekommt Hilfe

Sie wollen die Fernsicht wieder nach vorne bringen (v.li.): Restaurantleiterin Astrid Kuberski, Johann Frese, Wilfried Heinsohn (beide Förderverein), Rolf Lühmann (Tourismusverein) und Frank Deppe (Lust auf Kultur) sowie Martin Reinhold (Vorsitzender Förderverein, vorne)
bc. Grünendeich. Sofern ein neuer Betreiber für die Traditionsgaststätte „Zur schönen Fernsicht“ in Grünendeich gefunden ist, kann er sich der Unterstützung der Altländer Kulturschaffenden sicher sein. Während eines Pressetermins haben der Jorker Verein „Lust auf Kultur“, der Tourismusverein Altes Land und der Förderverein der Fernsicht den Schulterschluss geübt. Die neue Interessengemeinschaft will helfen, den Saal künftig mit Leben zu füllen.

„Wir sind immer auf der Suche nach geeigneten Locations. Die Fernsicht ist wichtig für das Alte Land. Die Leute müssen sehen, das sich hier etwas bewegt“, sagt Frank Deppe, Vorsitzender von „Lust auf Kultur“.

Wie berichtet, gehört die „Fernsicht“ der Gemeinde Grünendeich. Die überschuldete Betriebsgesellschaft als Pächter der Gaststätte musste jedoch vor Kurzem Insolvenz anmelden. Die GmbH, zu deren Gesellschaftern neben vielen Privatleuten auch die Gemeinde gehört, wird im Laufe des Insolvenzverfahrens liquidiert. Trotzdem gehe es mit der „Fernsicht“ weiter. Dieses Signal wollen jetzt die Vereine senden.

Es gibt bereits konkrete Planungen. Am Samstag, 25. April, (20 Uhr) treten die „Appletown Washboard Worms“ auf, im Juni kommt der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm nach Grünendeich.

Auch der Tourismusverein überlegt, sofern das neue Konzept der Gaststätte steht, wie er der „Fernsicht“ helfen kann. „Bei uns laufen viele Anfragen von Busunternehmen auf, die auf der Suche nach entsprechenden Räumlichkeiten sind. Außerdem hat unser Verein 350 Mitglieder. Die Fernsicht kann von dem Netzwerk profitieren“, sagt Vereinsvorsitzender Rolf Lühmann.

Unterdessen wird fieberhaft nach einem neuen Wirt gesucht. Wolfgang Pade, als sogenannter Verfahrensmanager vom Insolvenzverwalter („Willmer & Partner“) eingesetzt, ist guten Mutes, zum „Neustart“ am 1. Mai jemanden präsentieren zu können: „Es gibt einen konkreten Interessenten mit Gastronomie-Erfahrung“, sagt Pade. Ob der Wirt dann in einer neu zu gründenden GmbH angestellt wird oder als selbstständiger Pächter auf eigene Rechnung den Laden führt, sei gegenwärtig völlig offen.

Falls sich bis zum 1. Mai niemand findet, führt vorerst der Insolvenzverwalter die Geschicke der „Fernsicht“ weiter. Pade: „Hier geht es auf jeden Fall weiter.“
Auch Johann Frese könnte in der Übergangsphase weiterhin im Hintergrund als administrative Kraft eine Rolle spielen. Der Grünendeicher Bürgermeister war 2014 kurzfristig als Geschäftsführer eingesprungen, nachdem der alte Chef überraschend gekündigt hatte.

„Unser Ziel ist es, einen ehrgeizigen Wirt nach Grünendeich zu lotsen“, sagt Martin Reinhold, Vorsitzender des Fördervereins. Einer, der gute Ideen habe, wie er den Saal der angeschlossenen Dorfgemeinschaftsanlage für seine Zwecke mitnutzen könne. Der Dorfgemeinschaftsbereich ist von der Insolvenz nicht betroffen.
Frank Deppe: „Die jetzt schon gebuchten Veranstaltungen könnten eine Initialzündung für eine bessere Zukunft der ‚Fernsicht‘ sein.“

• Ticketreservierungen unter www.foerderverein-fernsicht.de, info@schoene-fernsicht.de und unter Tel. 04142-8894755