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Feuerwehr Steinkirchen: Die Zeit auf der Straße ist vorbei

Der Schlüssel ist übergeben: Architekt Uwe Cappel (v. li.), Bürgermeister Hans Jarck, Ortsbrandmeister Joachim Rolf, Gemeindebrandmeister Andreas Hölting, der künftige Bürgermeister Michael Gosch und Pastor Olaf Prigge
at. Steinkirchen. Es ist geschafft - die Feuerwehr Steinkirchen ist ins neue Feuerwehrgerätehaus eingezogen. Glückwünsche gab es bei der offiziellen Einweihung am Freitag und beim Tag der offenen Tür am Sonntag. "Endlich hat das Leben auf der Straße ein Ende", sagte Ortsbrandmeister Joachim Rolf mit einem Augenzwinkern. Genau 750 Tage waren die Kameraden ohne ein passendes Gerätehaus, ein Umstand, der den Feuerwehrleuten viel abverlangte.

Der Hintergrund: Die Feuerwehr Steinkirchen räumte vor knapp zwei Jahren ihr altes Gerätehaus in Steinkirchen, um einer Kindertagesstätte Platz zu machen. Ein Einsatzwagen und einige Utensilien zogen daraufhin in die Halle von Familie Dabenhahl, die sich fortan dafür verantwortlich zeigten. Die meiste Ausrüstung brachte die Feuerwehr in drei Hallen am Pionierübungsplatz unter.

"Ich weiß, es war ein langer Weg", sagte Samtgemeindebürgermeister Hans Jarck bei der offiziellen Einweihung des Feuerwehrgerätehauses. Er dankte den Mitgliedern für ihre Geduld, die Ideen und ihr Engagement. 1.600 Stunden leisteten die Kameraden, bis das Haus Hinter der Feuerwache fertiggestellt war. Ein Jahr dauerte der Bau. Das Gebäude hat eine Nutzfläche von rund 460 Quadratmetern und bietet Platz für drei Einsatzwagen und 44 Feuerwehrleute. Architekt Uwe Cappel sprach über den Bau von einer schönen Aufgabe. Und brachte eine gute Nachricht: Der Kostenrahmen von 750.000 Euro für das Projekt wird eingehalten. Bürgermeister Michael Gosch brachte es schließlich auf den Punkt: "Die Feuerwehr ist kein Freizeitverein." Die Aufgabe der Kameraden ist enorm, deswegen sei eine gute Ausrüstung wichtig.

Das neue Gebäude wollten am Sonntag auch rund 500 Besucher aus Steinkirchen, Buxtehude, Drochtersen und Neu Wulmstorf sehen. Besondere Attraktion auf dem Hof der Feuerwehr: ein Feuerwehrauto von 1957. Die Altersabteilung kümmert sich um die Pflege des Wagens. Er war im vergangenen Jahr aus dem Technikmuseum wieder zurück an die Feuerwehr Steinkirchen gegangen. Dieter Zutz und Jens Perz haben bereits die ersten Stellen ausgebessert und das Gefährt kräftig poliert. Als Nächstes kommt ein neuer Vergaser und ein neuer Auspuff.