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Gemeinde sucht neuen Pächter für Gaststätte "Zur Schönen Fernsicht"

Die Außenterasse der Gaststätte wurde im ersten Bauabschnitt erneuert, hinten ist der Hintereingang zum sanierten Saal. Dessen Umbau wird teilweise vom Leader-Projekt finanziert.
at. Grünendeich. Der zweite Bauabschnitt in der Gaststätte "Zur Schönen Fernsicht" in Grünendeich ist gerade abgeschlossen, da wirft Karsten von Borstel seinen Posten als Geschäftsführer hin. Die Gemeinde hatte das Gebäude für fast eine Million Euro sanieren lassen. Von Borstel möchte sich zu seiner Kündigung nicht äußern. Gegenüber dem Vorstand gab er persönliche Gründe an.
Grünendeichs Bürgermeister Johann Frese bedauerte die Entscheidung: "Ich finde das sehr schade, das war immer eine gute Zusammenarbeit mit dem Ehepaar von Borstel." Frese betonte aber gleichzeitig, dass die Entscheidung des noch amtierenden Geschäftsführers keinesfalls etwas mit der Rentabilität der Gaststätte zu tun habe. Es seien genug Besucher da.
Der Vorstand suche nun intensiv nach einem Nachfolger, es seien auch schon Bewerbungen eingegangen, sagte Johann Frese. Fakt ist, dass die Gemeinde die Pacht dringend benötigt, um den Kredit für den Umbau zu tilgen.
Die Politiker in Grünendeich standen damals vor der Entscheidung, das Gebäude zu verkaufen oder sanieren. Man entschied sich für die Sanierung. Besonders mit dem neuen Pächter hatten die Politiker gehofft, die Gaststätte dauerhaft beleben zu können.
Was ist neu in "Zur Schönen Fernsicht"? Die Gaststätte, der vordere Außenbereich, die Küche und der Keller wurden bereits im ersten Bauabschnitt für knapp 500.000 Euro saniert. In der zweiten Bauphase entstanden Parkplätze und eine Ausfahrt hinter dem Gebäude. Außerdem wurde der Saal des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes auf Vordermann gebracht. Die zweite Bauphase kostet rund 430.000 Euro, wird aber als Leader-Projekt mit 200.000 Euro gefördert. Den Rest der Kosten sowie die knapp 500.000 Euro für den ersten Bauabschnitt trägt die Gemeinde alleine.
Der Saal soll als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden. Privatpersonen und Vereine können ihn mieten. Die Gaststätte wird dagegen vom Geschäftsführer betreut.
In welcher Weise ein neuer Chef dem Unternehmen neues Leben einhauchen wird, steht nicht fest. Für die Gäste würde sich aber nichts ändern, verspricht Johann Frese.