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Gemeindebüchrei Steinkirchen-Grünendeich stellt ihr Strategiekonzept vor

Die Kinder der Klasse 1b von der Grundschule Guderhandviertel besuchen dier Bücherei zum ersten Mal (Foto: am)
am. Steinkirchen. Die Gemeindebücherei in Steinkirchen-Grünendeich soll viel mehr sein, als ein Ort an dem man sich Bücher leihen kann, so die Idee von Petra Abel. "Die Bibliothek soll ein kostenloser, kultureller Treffpunkt sein", sagt die Bibliotheksleiterin, und sie soll einen gesellschaftlichen Auftrag erfüllen: "Unsere Kernaufgabe ist die Leseförderung. Wir wollen auch die Menschen erreichen, die sonst nicht den Weg zu uns finden", sagt Abel. Alle Zielen, Aufgaben und Möglichkeiten der Bibliothek hat sie in einem Konzept zusammengefasst, das sie nun der Politik präsentiert.
200 Stunden und viel Herzblut hat die studierte Diplombibliothekarin in das Projekt gesteckt. Ihr Team hielt ihr dafür den Rücken frei und übernahm, während sie schrieb, auch ihre Aufgaben. Das Ergebnis ist eine 50 Seiten starke Ausarbeitung mit dem Namen "Bibliotheksprofil in der Kommune".
Das Besondere an diesem Konzept ist, dass es eine ausführliche Analyse der Bevölkerung enthält. Welche Gruppen gibt es und welche Interessen haben die Menschen? Wie entwickeln sich die Schülerzahlen? Welche Probleme gibt es?
Daraus hat Petra Abel neue Erkenntnisse gewonnen.
Unter anderem will die Bücherei verstärkt neue Medien anbieten, um junge Menschen zu erreichen. Außerdem sollen Kinder und ihre Eltern schon von Geburt an stärker eingebunden werden. "Mich hat erstaunt, dass wir hier, obwohl wir doch im ländlichen Raum eher behütet leben, trotzdem einen hohen Sprachförderbedarf von 30 Prozent haben", sagt Abel.
Die Zahlen für die Analyse hat sie von der Bücherzentrale Niedersachsen, die unter der Leitung von Meinhard Motzko zu dem landesweiten Projekt aufgerufen hat. Die Bibliothek Steinkirchen-Grünendeich hat sich für das Projekt beworben und erhielt dafür finanzielle Unterstützung von der Klosterkammer Hannover.
Die Ratsmitglieder der Samtgemeinde Lühe lobten das sorgfältig ausgearbeitete Konzept und versprachen, sich der Bitte der Bibliothekarin anzunehmen. Denn ohne größere Räumlichkeiten und ein eigenes Budget, würde sich das Konzept nur schwer umsetzen lassen, so Abel.