Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Geplante Bahn-Stromtrasse bewegt die Altländer

Die bestehende Stromtrasse, die über der Gemeinde Hollern-Twielenfleth verläuft, soll mit zusätzlichen 380-kV-Systemen beseilt werden. Die Deutsche Bahn müsste dann auf eine neue Trasse ausweichen
lt. Hollern-Twielenfleth. Baut die Deutsche Bahn bald eine neue Stromtrasse über den Köpfen der Bürger in Hollern-Twielenfleth? Diese Frage beschäftigt derzeit die Altländer und wird auch bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 13. November, um 18.30 Uhr im "Dorfkrug" des Feriendorfes Thema sein. Direkt kann der Rat den Bau der neuen rund zwei Kilometer langen Trasse mit zehn Masten im Alten Land zwar nicht verhindern, er könnte ihn aber verzögern.
Möglich ist das, weil der Bau der neuen Bahntrasse eng mit den Plänen des Netzbetreibers Tennet zusammenhängt, die bereits bestehende 380kV-Leitung, die über die Gemeinde führt, mit zwei zusätzlichen 380-kV-Systemen zu beseilen. Für die Leitungen der Bahn, die derzeit auf den Tennet-Masten mitlaufen, wäre dann kein Platz mehr und die Bahn wäre gezwungen, auf eine neue Trasse auszuweichen.
Weil Tennet möglichst schnell mit der Zubeseilung beginnen möchte, sollen die betroffenen Gemeinden auf das Planfeststellungsverfahren verzichten. Sollte sich der Rat dagegen aussprechen, würde er Tennet einen kleinen Stein in den Weg legen. Die ebenfalls betroffene Gemeinde Agathenburg hat genau das bereits getan.
Hintergrund: Einige Anwohner, die direkt vom Neubau einer Bahn-Stromtrasse betroffen sind, haben sich zu einer Klägergemeinschaft zusammen getan und vor Kurzem den ersten Gerichtstermin am Landgericht in Lüneburg hinter sich gebracht. Das Verfahren wurde zunächst vertagt, wann es weitergeht, steht noch nicht fest.
Sicher ist aber: Sollte die Klägergemeinschaft Erfolg haben, ginge für die Bahn viel Zeit verloren und ein neues Verfahren müsste angeschoben werden, so ein DB-Energie-Sprecher. Wenn die Anwohner scheitern, würde der Bau von insgesamt zehn Strommasten im Alten Land auf einer Länge von rund zwei Kilometern voraussichtlich im Frühjahr 2015 beginnen, so der Sprecher weiter. Die Bauarbeiten würden etwa ein Vierteljahr dauern.