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In Lühe und Horneburg reinigen moderne Maschinen die Gehwege

Mit kochendem Wasser rückt Bauhofmitarbeiter Burkhard Edelmann dem Unkraut zu Leibe (Foto: am)
am/jd. Horneburg/Lühe. Bei den Themen Gehwegreinigung und Unkrautbekämpfung schlagen zwei Kommunen gemeinsam einen modernen und umweltschonenden Weg ein. Die Samtgemeinde Horneburg hat sich gerade für 46.000 Euro ein Heiß-Wasser-Hochdruck-Gerät angeschafft, das die unerwünscht wuchernden Pflanzen in den Fugen der gepflasterten Gehwege einfach kocht und damit beseitigt. „Weedkiller“ (Unkraut-Töter) heißt das zischende Ungetüm, das sich die Horneburger mit der Samtgemeinde Lühe teilen - jeweils im zweiwöchigen Wechsel. „Wir haben das Gerät gekauft und die Samtgemeinde Lühe mietet es von uns“, erläutert Horneburgs Bauamtsleiter Roger Courtault den Deal.
Neben diesem mobilen Unkrautbeseitiger nehmen die Lühe-Gemeinden demnächst ein weiteres kleineres Gerät in Betrieb, das in den nächsten Wochen geliefert wird. Es dient dazu, das Unkraut auf den schmalen Deichwegen zu verkohlen. Damit verzichtet die Gemeinde Lühe auf das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Rund vier Liter Konzentrat hat der Bauhof in den vergangenen Jahren pro Saison auf den Deichen versprüht.
Burkhard Edelmann, Mitarbeiter beim Bauhof der Samtgemeinde Lühe, ist seit einer Woche mit dem „Weedkiller“ unterwegs. Der kleine Anhänger, der an den Bauhof-Transporter angehängt ist, hat einen Tank mit 400 Liter Fassungsvermögen. Auf der Ladefläche des Pritschenwagens gibt es einen weiteren Tank mit 1.000 Liter Wasser. Der „Weedkiller“ erhitzt das Wasser auf fast 100 Grad, die besprühten Pflanzen sterben ganz ohne Einsatz von Gift oder Stahlbürsten ab. Edelmann ist sehr angetan von der neuen Anschaffung. „Das Gerät schont die Fugen und man kann es mit zwei Personen gleichzeitig bedienen“, sagt er, „das haben sich die Hersteller schon gut ausgedacht.“
Bauamtschef Courtault ist davon überzeugt, dass sich die Anschaffung rechnen wird: „Das Heißwasser-Prinzip funktioniert sehr gut.“ Die Unkräuter seien bereits nach dem zweiten Einsatz vernichtet. Außerdem habe das Gerät noch eine weitere äußerst nützliche Funktion: So säubert ein Vorsatz mit einem Hochdruckreiniger Bänke, Brücken oder Bushaltestellen. Sogar Graffiti lassen sich damit entfernen und Verkehrsschilder sind nach einer „Behandlung“ mit der Spezialdüse fast wie neu. Die Horneburger fiebern bereits dem ersten Einsatz im frisch sanierten Freibad entgegen: Das Becken aus Edelstahl wird danach blitzeblank funkeln.