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Landesstraße 140 bald frei von Schwerlastverkehr?

Bürgermeister Timo Gerke zeigt die Risse in der Fahrbahn in Hollern-Twielenfleth.
Straße weist nach aufwendiger Sanierung vor zwei Jahren wieder Schäden auf / Landkreis muss reagieren

at. Hollern-Twielenfleth. Die Sanierungsarbeiten an der Landesstraße 140 in Hollern-Twielenfleth sind gerade abgeschlossen, da zeigen sich an anderer Stelle der L140 tiefe Risse in der Fahrbahndecke. Bürgermeister Timo Gerke kann seine Hand in die Löcher stecken. "Die Straße ist offensichtlich nicht richtig saniert worden", sagt Gerke. Er hofft nun, dass der Landkreis aufgrund der Schäden ein Fahrverbot für Schwerlasttransporter über 7,5 Tonnen erlässt.
Die L140 war in zwei Schritten saniert worden. Vor zwei Jahren erneuerte das Land zunächst die Fahrbahn von der Mitte Hollern-Twielenfleths bis nach Wetterndorf. Auf diesem Teilstück reißt die Fahrbahndecke nun auf. Die jüngsten Bauarbeiten in diesem Jahr schlossen an die Sanierungsarbeiten im Ort an und gingen bis zum Ortsausgang Hollern (das WOCHENBLATT berichtete). Timo Gerke befürchtet, dass auch dieser Bauabschnitt in zwei Jahren wieder Schäden aufweist, es sei denn der Landkreis handelt.
"Der Unterbau ist nicht für den Schwerlastverkehr ausgelegt", sagt Gerke. Das hätten ihm gegenüber auch der ausführende Bauunternehmer und die Mitarbeiter der Landesstraßenbehörde bestätigt. Um die Straße richtig zu sanieren, hätte sie rund 50 Zentimeter ausgekoffert werden müssen und das darunter befindliche Kopfsteinpflaster entfernt werden müssen. Dafür fehle aber das Geld. Stattdessen sei nur die Deckschicht erneuert worden. Gegenüber dem WOCHENBLATT wollte sich der Bauunternehmer nicht äußern und auch die Behörde war gestern zu keiner Stellungnahme bereit.
Der Bürgermeister hat die Situation dem Straßenverkehrsamt des Landkreises mitgeteilt, das berichtete Timo Gerke in der jüngsten Bauausschusssitzung der Gemeinde. Beim Landkreis heißt es, man habe eine Stellungnahme der Landesstraßenbehörde bezüglich des Straßenzustandes in Hollern-Twielenfleth gefordert. Liege eine entsprechende Einschätzung vor, könnte ein Durchfahrtsverbot für Schwerlasttransporte über 7,5 Tonnen verhängt werden.