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Mauritz Fehtke aus Steinkirchen entwickelt einen flexiblen Roboterarm

Mauritz Fethke hat einen flexiblen Roboterarm entwickelt
am. Steinkirchen. Mit fünf Jahren hat sich Mauritz Fethke aus Steinkirchen einen Akkuschrauber zum Geburtstag gewünscht. Denn von klein an hat er gemeinsam mit seinem Vater getüftelt, gewerkelt und geschraubt. Jetzt im Alter von 15 Jahren hat er mit einem selbst entwickelten Roboterarm, dem sogenannten bionischen Elefantenrüssel, zwei Preise beim Bundesentscheid "Jugend forscht" gewonnen: den fünften Platz im Bereich Technik und den Sonderpreis für eine Arbeit aus dem Bereich der Robotik des Deutsches Zentrums für Luft- und Raumfahrt.
Seit vier Jahren forscht der Athenaeum-Schüler an diesem Projekt. "Der bionische Rüssel soll die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine sicherer machen", sagt der junge Tüftler. Der Greifarm ist flexibel und würde bei einem Zusammenstoß mit einem Menschen nachgeben. "Ich stelle mir vor, dass er beispielsweise als Greifhilfe für Menschen mit Beeinträchtigung eingesetzt werden könnte", so Mauritz.
Neben seiner sichtlichen Leidenschaft für Technik ist er auch passionierter Fußballspieler. Er ist Torwart beim JFV A/O/Heeslingen. Außerdem kümmert er sich zu Hause um seinen Hund Chilly.
Es gibt auch Sachen, die ihn weniger begeistern. "Naturwissenschaften interessieren mich deutlich mehr als Fächer wie Deutsch", sagt er. Dafür hat er sich Grundlagen der Pneumatik, Elektronik und Informatik in seiner Freizeit selbst angeeignet. Für die Konstruktion seines bionischen Rüssels hat er sich darüber Gedanken gemacht, wie man mithilfe von Luftkissen beim Greifarm fließende Bewegungen erreichen kann. Mit Luftballons und Infusionsbeuteln hat er zunächst Versuche gemacht und landete schließlich bei Lenkmanschetten aus dem Fahrzeugbau. Etliche Stunden hat er zu Hause verbracht, um seinen bionischen Rüssel immer weiter zu entwickeln. Das Ergebnis: drei Ebenen mit je drei luftgefüllten Manschetten und am Ende eine Greifvorrichtung, die Gegenstände präzise fassen und wieder ablegen kann. Mithilfe eines Kompressors kann er den Luftdruck in den einzelnen Luftkissen verändern und damit den gesamten Roboterarm in alle Richtungen bewegen. Die gesamte Vorrichtung ist zudem beweglich. Mit einem Joystick kann Mauritz ohne Kabel den gesamten Apparat und die Bewegungen des Rüssels steuern.
Jetzt kann er es kaum erwarten wie seine ältere Schwester Alexandra endlich Abitur zu machen. Er würde gern möglichst schnell ein Studium der Mechatronik oder Technischen Informatik beginnen. Bis es soweit ist, will er weiter an seinem Projekt arbeiten.