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Neuer Trend: "Jugger" am Bassenflether Strand

Annika Thiel und Michael Rosien trainieren die Trendsportart Jugger (Foto: am)
am. Hollern-Twielenfleth. Es erinnert ein wenig an einen Schwertkampf, nur, dass die beiden Kämpfer keine scharfen Waffen in den Händen halten, sondern lange, gepolsterte Schläger. "Pompfen" nennen sie diese Stangen, nach dem Geräusch, das sie verursachen, wenn sie aufeinandertreffen.
Seit drei Monaten begeistert sich Annika Thiel für die Trendsportart Jugger. "Das ist ein sehr dynamisches und taktisches Spiel", sagt die Staderin. "Es sieht zwar ein bisschen brutal aus, tut aber überhaupt nicht weh." Ihr Freund Michael Rosien übt mit ihr die verschiedenen Schlagtechniken. Beide studieren zur Zeit in Oldenburg und spielen dort Jugger bei den "Oldenburger Keilern". Am Strand in Bassenfleth bei Stade trainieren sie für ihr nächstes Spiel am Wochenende in Rotenburg (Wümme).
"Jugger ist eine Mischung aus Rugby und Fechten und kommt aus Heidelberg", sagt Michael Rosien, "Es ist mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet." Die Trendsportart habe sich aus dem Trash-Film "Jugger - Kampf der Besten" aus den 90er Jahren entwickelt. "Dann haben sich irgendwelche Leute überlegt, dass man den Kampf auch nachspielen kann und haben Spielregeln entwickelt", so der Jugger-Fan. Die Waffen, das sind GFK-Stäbe mit Rohrisolation, basteln sich die Spieler selbst. Sie sind weich gepolstert, schließlich soll bei dem Spiel niemand verletzt werden.
Insgesamt gibt es in jeder Mannschaft fünf Spieler. Einer versucht den Ball hinter das gegnerische Feld zu bringen, die restliche vier Spieler schlagen mit ihren Schlägern wahlweise auf den gegnerischen Läufer ein oder versuchen ihren Läufer vor den Schlägen der Gegner zu beschützen. Wer getroffen wird, muss sich für eine kurze Zeit auf den Boden setzen.