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Oberdeichrichter der Verbände der I. und II. Meile im Alten Land gewählt

Klaus Jarck, Oberdeichrichter I. Meile
(am). Zahlreiche Deiche sorgen im Alten Land dafür, dass die Menschen vor Sturmfluten möglichst geschützt sind. Um den Zustand dieser Schutzwälle kümmern sich die Deichverbände der I. und II. Meile. Jetzt stehen zwei neue Oberdeichrichter an den Spitzen der Verbände.
Klaus Jarck löst im Deichverband der I. Meile Altenlandes, der für Elbe, Schwinge und Lühe zuständig ist, seinen Vorgänger Arend Fischer ab. Jarck ist seit 1979 im Verband tätig. Damals, als nur Landwirte Mitglied werden konnten, wurde er als Obstbauer zum Deichgeschworenen gewählt. 2000 übernahm er das Amt des Deichrichters und fünf Jahre später das des stellvertretenden Oberdeichrichters. Jarck ist im Kirchenamt tätig, geht aber in wenigen Tagen in den Ruhestand. Für sein neues Amt hat er jetzt schon eine große Aufgabe vor Augen: "Wir warten auf die neuen Vorgaben des Landes zur Erhöhung der Deiche", sagt Jarck. Durch den Klimawandel und die Elbvertiefung seien die Anforderungen an die Deiche gestiegen. "Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir dies in unserem Gebiet umsetzen", sagt der Oberdeichrichter.
Auch der Deichverband der II. Meile Alten Landes, zuständig für Elbe, Lühe und Este, wählte einen neuen Oberdeichrichter. Nach 16 Jahren im Amt machte Uwe Hampe Platz für einen Nachfolger. Der neue Kopf an der Spitze des Deichverbandes heißt Wilhelm Ulferts aus Buxtehude. Er wurde am Montag zunächst zum Deichrichter und anschließend zum Oberdeichrichter gewählt. Im Gegensatz zu seinem Kollegen aus der ersten Meile, hatte Ulferts bis jetzt kein Amt im Deichverband bekleidet. Dennoch sind ihm die Belange und Aufgaben des Deichverbandes nicht fremd: "Ich habe familiär viel mit Deichschutz zu tun gehabt", sagt Ulferts, "mein Vater und mein Großvater waren früher in der Deich- und Sielacht in Ostfriesland engagiert". Der frühere Manager ist jetzt als selbstständiger Unternehmensberater tätig. Die Erfahrungen aus seinem Beruf möchte er auch bei seiner Tätigkeit als Oberdeichrichter einbringen. Aber zunächst heißt es für ihn: "konzentriert einarbeiten und sichten", so Ulferts. Gemeinsam mit dem Oberdeichamt möchte er anschließend einen Plan für die Zukunft erstellen.