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Planungssicherheit für Altländer Obstbauern

(bc). Eine „beispielhafte Versöhnung von Umweltschutz und Landwirtschaft“ nennt Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Grüne) die neue Sondergebiets-Verordnung für den Obstbau im Alten Land. Auf Antrag Niedersachsens und Hamburgs hat der Bund die Ausnahmegenehmigung für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln am Montag nun endgültig erlassen. Sie sei unbefristet, verpflichte zu umfangreichen ökologischen Verbesserungen und biete den Obstbauern Planungssicherheit, so Meyer.

Die nun nach einem zweijährigen, intensiven und konstruktiven Dialogverfahren zwischen Umweltverbänden, Landwirtschaft und Politik gefundene Lösung habe zwei Gewinner, so der Minister. „Die Obstbauern haben eine langfristige Perspektive, die Umwelt im Alten Land wird nachhaltig aufgewertet und profitiert von strikteren Regeln bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln.“

Wie berichtet, existierte bislang für das Alte Land eine Sonderregelung, weil die Bauern die gesetzlich geforderten Mindestabstände der Plantagen zu wasserführenden Gräben aufgrund der historisch gewachsenen Beet-Graben-Struktur nicht einhalten können. Diese Verordnung lief Ende Februar aus. Um rechtssicher weiterarbeiten zu können, brauchten die Obstbauern eine neue Verordnung.

Ziel ist es, durch diverse technische und ökologische Maßnahmen die Pflanzenschutzeinträge in die Gewässer zu minimieren.