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"Platt mokt plietsch"

Die Grundschule Steinkirchen wurde vor einem Jahr vom niedersächsischen Kultusministerium als "Plattdüütsche School" ausgezeichnet. (Foto: Thiel)
Grundschule Steinkirchen feiert die "Plattpaten"

at. Steinkirchen. Die Grundschule Steinkirchen feiert mit ihren "Plattpaten": Seit fünf Jahren gibt es Patenschaften zwischen den Grundschülern aus Steinkirchen und erwachsenen "Plattsnackern". Während regelmäßiger Treffen lernen die Jungen und Mädchen die Sprache. "Nur das Hören fördert bereits das Sprachverständnis", sagt Lehrerin Martina Rieper. Jedes Schulkind sucht sich in der ersten Klasse seinen "Plattpaten" außerhalb der Schule. Meist sind es Großeltern, andere Familienmitglieder oder die Nachbarn.

Schüler und Paten bekommen am Donnerstag, 5. Februar, um 17 Uhr in der Pausenhalle der Grundschule Steinkirchen einen "Plattpatenbreev" - einen Vertrag in dem sich beide verpflichten, sich regelmäßig zu treffen.

Die Grundschule in Steinkirchen arbeitet seit Jahren im Unterricht mit der plattdeutschen Sprache. Die Lehrer unterrichten in dieser Sprache und es fließen Redewendungen in den Unterricht ein. Zudem gibt es Platt-AGs für alle Schüler ab der ersten Klasse, es werden Plattdeutsche Theaterstücke eingeübt, Kochen und Handarbeit auf Plattdeutsch angeboten sowie plattdeutsche Lesewettbewerbe veranstaltet.

Für ihr Engagement sind Lehrer und Schüler vor rund einem Jahr als erste Schule im Alten Land offiziell als "Plattdüüschte School" vom niedersächsischen Kultusministerium ausgezeichnet worden.

"Zwei Sprachen sind eben besser als eine", sagt Martina Rieper. Das Erlernen des Plattdeutschen fördere die Intelligenz und das Denkvermögen der Schüler. Ein Vorteil sei, dass die Erst- bis Viertklässler besonders schnell lernen. Die wissen genau: "Platt mokt plietsch."

Mehr Infos zum Thema Plattdeutsch an der Grundschule Steinkirchen gibt es unter
www.grundschule-steinkirchen.de

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