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Risse im Mauerwerk

Hausbesitzer Ricardo Schmorl ist froh, dass die Straße nun repariert werden soll
bc. Hollern-Twielenfleth. Erst wenige Jahre ist das Haus von Ricardo Schmorl in Hollern-Twielenfleth alt. Und trotzdem ziehen sich schon mehrere Risse durchs Mauerwerk: an der Außenwand, in den Wohnungen und im Treppenhaus. Der Hausbesitzer weiß, woran es liegt: "Schuld ist eine Bodenwelle."

Dabei ist die L140 - die Ortsdurchfahrt Hollern-Twielenfleths, an der das Mehrfamilienhaus liegt - erst im Sommer vergangenen Jahres saniert worden. Oberflächlich gehört die Straße zu den besten Landesstraßen im gesamten Landkreis.

Ricardo Schmorl wandte sich dennoch an das Straßenverkehrsamt in Stade. Mit Erfolg. Die frisch sanierte Straße wird nochmal repariert.

Die ganze Geschichte: Die L140 (Obstmarschenweg) ist eine vielbefahrene Trasse. Erst recht seit der Öffnung der Finkenwerder Ortsumgehung im Jahr 2012. Seitdem schicken viele Spediteure ihre großen 40-Tonner und noch schwereren Lkw durch das Alte Land. Der zunehmende Schwerlastverkehr tat dem Haus schon nicht gut, die letztjährige Sanierung leistete schließlich ihr Übriges. Die Erschütterungen nahmen zu.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr schaute sich vor Ort um und kam zu dem Schluss: "Ja, hier müssen wir nochmal ran", wie das WOCHENBLATT auf Nachfrage von Behördenleiter Hans-Jürgen Haase erfuhr. Innerhalb der nächsten 14 Tage werde die Bodenwelle beseitigt.

Für Ortsbürgermeister Timo Gerke ist das eine gute Reaktion der Behörde. Er sagt: "Der Boden ist hier wie Pudding. Erschütterungen übertragen sich sofort aufs Haus." Im Grunde genommen müsste die Straße von Grund auf saniert und der Untergrund ausgetauscht werden. Denn unter der Asphaltschicht liegt noch altes Kopfsteinpflaster. Gerke weiß: "An mehreren Stellen der sanierten Fahrbahn ist der Asphalt schon wieder beschädigt."