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Schade! Elbdeichcam steht vor dem Aus

Solche Bilder schickte die Kamera zehn Jahre lang ins Netz (Foto: Screenshot www.elbdeichcam.de)
bc. Grünendeich. Sie ist zwar nur klein, war aber trotzdem zehn Jahre eine feste Institution in Grünendeich: die Elbdeichcam. Seit einem Jahrzehnt schickt die Kamera weltweit Bilder von der Elbe mit den vorbeifahrenden Container- und Ozeanriesen ins Netz. Nun möchte Betreiber Christian-Ulf Finke aufhören. Er legt die Webkamera still, die im Giebel seines Hauses angebracht ist. Aus Kostengründen, wie er auf seiner Homepage www.elbdeichcam.de schreibt.

Zehn Jahre war die Cam im pausenlosen Betrieb. "Die finanzielle Belastung von ca. 200 Euro pro Monat ist für mich nicht mehr tragbar", sagt Christian-Ulf Finke auf seiner Website. Alleine der Videoprovider, der das Bild störungsfrei ins Netz stellt, nimmt 120 Euro im Monat, die Telekom noch einmal 80 Euro. Der Diplom-Ingenieur hätte längst liebendgern eine HD-fähige Kamera installiert, die kostet aber rund 2.000 Euro. Unbezahlbar.

An die treuen Besucher seiner Homepage richtet er folgende Worte: "Bitte glauben Sie mir, ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, die Elbdeichcam ist mehr als ein Hobby für mich geworden, aber wenn man ein totes Pferd reitet, soll man absteigen, sagt eine alte indianische Weisheit." Mehr als 2.000 Nutzer täglich sollen sich zu Hochzeiten auf der Seite aufgehalten haben, Christian-Ulf Finke hat über 1.300 Facebook-Fans.

Einen Hoffnungsschimmer hat er noch. Seitdem er auf der Page publik machte, dass er aufhört, haben sich einige Sponsoren gemeldet, die entweder ihre finanzielle Unterstützung oder technischen Support anboten, um den Betrieb preiswerter zu machen. "Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen", sagt Christian-Ulf Finke.