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Steinkirchen: Anwohner wollen das Froschkonzert zurück

Manfried Stahnke, Erster Vorsitzender des NABU Stade, begleitet das Biotop-Projekt
am. Steinkirchen. In der Wohnsiedlung in Steinkirchen hört man Kinderstimmen, den Müllwagen und Vogelgezwitscher. Aber ein Geräusch hört man nicht - den Froschgesang. Genau den wünschen sich aber die Anwohner zurück. Denn in dem rund 100 Meter langen und vier Meter breiten Graben, der sich zwischen den Häusern neben dem Ahornweg schlängelt und der schon da war bevor es die Häuser gab, lebten einst viele der Amphibien. Jetzt ist er aber so mit Schilf und anderen Pflanzen zugewuchert, dass die Tiere keine Laichflächen mehr finden.
Im Oktober, wenn die Hauptvegetationszeit vorbei ist, soll eine gemeinschaftliche Aktion von Bewohnern, der Feuerwehr Steinkirchen und des Naturschutzbundes (NABU) Stade stattfinden. Dann soll der einstige Lebensraum wieder hergestellt werden.
Kürzlich fand die zweite Ortsbegehung mit Manfried Stahnke, dem Ersten Vorsitzenden des NABU Stade, und Steinkirchens Bürgermeisterin Sonja Zinke statt. "Wir haben gerade mal zwei oder drei Frösche gehört", sagt Stahnke, "nach der Aktion, könnten hier hunderte Tiere leben". Geplant ist, Teile des Grabens komplett mit Maschinen auszubaggern. Zwischendrin sollen immer wieder bewachsene Stellen als Rückzugsorte bestehen bleiben. Am östlichen Ende des Grabens sollen die Böschungen abgeflacht werden, damit ein idealer Laichplatz entsteht. Auch die Bepflanzung rund um den Graben erhält eine Erneuerung. Hier sollen Vogelnährgehölze, wie Eberesche oder Sanddorn und Schlehe gepflanzt werden. "Man muss das Projekt komplex sehen", sagt Stahnke. "Wir wollen nicht nur Amphibien anlocken, sondern auch Insekten und Singvögel." Angedacht ist hier auch ein Insektenhotel. Mit einer Bank, soll auch an die Bewohner gedacht werden.
Für die Finanzierung versucht er, Fördergelder beispielsweise der Bingo-Umweltstiftung zu erhalten.
Manfried Stahnke freut sich auf die bevorstehende Aktion. "Das besondere an diesem Projekt ist, dass es mitten in der Wohnsiedlung stattfindet und so einen großer Bezug für die Bewohner entsteht."