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Strandaufsicht Ernst-August Pape ist die Gute Seele von Bassenfleth

Strandaufseher Ernst-August Pape (li.) und Gemeindebürgermeister Timo Gerke hoffen auf ein Ende der Müllberge am Bassenflether Strand (Foto: am)

Müll

am. Hollern-Twielenfleth. Timo Gerke ist die Freude anzusehen, als er den Strand in Bassenfleth betritt. "So sauber war der Strand an einem Montag schon lange nicht mehr", sagt der Bürgermeister von Hollern-Twielenfleth. Die Müllfluten, die nach heißen Wochenenden, nach Himmelfahrt oder nach den Schulabschlussfeiern zur Plage der Gemeinde geworden sind, scheinen zumindest eingedämmt. Denn es gibt jetzt eine ehrenamtliche Strandaufsicht, die nach dem Rechten schaut. "Allein seine Präsenz reicht schon, um ein tolles Ergebnis zu erzielen", sagt Gerke.
Ernst-August Pape ist seit Pfingsten für das Sandufer in Bassenfleth zuständig. Als "gute Seele von Bassenfleth" redet er mit den Menschen, verweist auf die Strandordnung und auf die drei Müllcontainer und schaut auch den feiernden Jugendlichen freundlich aber streng auf die Finger. Für seine Arbeit hat er bisher nur positive Rückmeldung bekommen. "Viele Menschen sprechen mich an und freuen sich", sagt der Rentner. Er fühlte sich von der ersten Minute an akzeptiert. Er geht täglich ein bis zweimal über den Deich, läuft den Strand entlang; einmal bis zum Ende und wieder zurück. Wenn er weiß, dass es voll werden könnte, macht er sich auch öfter am Tag und am späten Abend auf den Weg.
"Als kleiner Junge war ich jeden Tag hier", sagt Ernst-August Pape, der seit seiner Geburt in Bassenfleth wohnt. "Der Strand ist mein Leben und ich gehe hier immer noch sehr gerne hin." Aber er habe sich sehr über die Müllmassen am Strand geärgert.
Nach einer Probephase ist er nun seit vergangenem Mittwoch auch offiziell mit seiner gelben Warnweste im Auftrag der Gemeinde unterwegs. Ernst-August Pape sei aber keine Schwimmaufsicht, unterstreicht der Bürgermeister. "Wir warnen ausdrücklich vor dem Baden in der Elbe."
Seit Langem kämpft die Gemeinde für einen sauberen Strand. Dass Ernst-Auguste Pape sich jetzt bereit erklärt hat, die Aufsicht zu übernehmen, ist für Timo Gerke ein großer Schritt in die richtige Richtung. Er hofft, dass er auf lange Sicht Unterstützung vom Landkreis erhält. Schließlich müssen die Bewohner der Gemeinde die Kosten für den Strand tragen, obwohl Besucher aus dem ganzen Landkreis ihn nutzen. Vor einem Jahr hat die Gemeinde im Einverständnis mit dem Deichverband drei Mülltonnen aufstellen lassen, die regelmäßig gelehrt werden müssen. In zwei Wochen steht zudem die jährliche Strandsäuberung an, bei der eine Maschine die oberste Schicht des Strandes abträgt und siebt.