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Tourismusverein Altes Land schreibt rote Zahlen /Samtgemeinde Lühe sieht Klärungsbedarf

Rolf Lühmann (Foto: bc)
am. Jork/Steinkirchen. Der Tourismusverein Altes Land ist in die roten Zahlen gerutscht. 2014 gab es bereits ein Minus von 23.345 Euro. Wie hoch das Defizit 2015 ausfällt, kann noch nicht gesagt werden. Fest steht aber, dass der aktuelle Fehlbetrag bis zum Jahresabschluss nicht ausgeglichen werden kann.
Beide Zuschussgeber, die Gemeinde Jork und die Samtgemeinde Lühe, hatten 2013 begonnen ihre Zuschüsse schrittweise zu senken, insgesamt von je 102.500 Euro auf 95.000 Euro. Somit hatte der Verein für die Jahre 2013 und 2014 insgesamt 20.000 Euro weniger zur Verfügung.
Über die finanzielle Situation des Vereins berieten in ihrer jüngsten Sitzung auch die Mitglieder des Tourismusausschusses der Samtgemeinde Lühe. Im öffentlichen Teil äußerten sie sich vage: Es bestehe Beratungsbedarf zur finanziellen Situation. Der Ausschussvorsitzende Dr. Hans-Joachim Raydt sprach von Ungereimtheiten, die noch aufgeklärt werden müssten. "Wir haben Fragen an den Tourismusverein", sagte er.
Denn die Samtgemeinde will prüfen, warum genau der Verein jetzt Minuszahlen schreibt und wie in Zukunft weitere Defizite vermieden werden können. Der Ausschuss gab bereits grünes Licht für die Erhöhung des Zuschusses auf die ursprünglichen 102.500 Euro.
Der Tourismusverein hat sich auf seiner Mitgliederversammlung bereits mit dem Defizit auseinandergesetzt. "Selbstverständlich fehlen uns die Beiträge der Kommunen", sagt Rolf Lühmann, Vorsitzender des Tourismusvereins. Aber es gebe noch weitere Gründe. Die Einnahmen fielen 2014 im Vergleich zu 2013, als die Internationale Gartenschau Geld in die Kassen spülte, geringer aus. Außerdem würden die steigenden Lohnkosten bei den Haushaltberechnungen nicht berücksichtigt worden.
Im Februar nächsten Jahres, wenn der Jahresabschluss für 2015 vorliegt, soll eine Aufgabenprüfung stattfinden. "Dann werden wir überlegen, welche Bereiche wir verkleinern können, wo wir Ausgaben verringern und die Einnahmen erhöhen können", sagt Lühmann. Darüber hinaus sollen die Beiträge der Einzelmitglieder, also der Hotels, Pensionen oder Obsthöfe, umstrukturiert und erhöht werden.