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Unikat in Steinkirchen gibt es doppelt

Zwei Hogendiekbrücken in Steinkirchen: Bis Ende September stehen das alte und das neue Bauwerk nebeneinander. Dann wird die 40 Jahre alte Kopie einer Holländerbrücke abgerissen.
Neue Hogendiekbrücke steht noch bis September neben dem 40 Jahre alten Vorgänger / Versteigerung von Teilen nach Abriss nicht ausgeschlossen

at. Steinkirchen. Die neue Hogendiekbrücke steht. Zu Beginn der Woche setzten Bauarbeiter die aus drei Teilen bestehende Brücke nacheinander auf die Gründung. Anschließend schraubten sie das Geländer an die neue Brücke. Wie das WOCHENBLATT berichtete, kostet der Neubau 330.000 Euro, die Hälfte der Kosten werden durch EU-Gelder gefördert.

Viele Schaulustige verfolgten die Entstehung des neuen Bauwerks. Auch Bauingenieurin Hilde Fischer. Sie ist zufrieden mit der Arbeit. So eine Baumaßnahme mache man nicht alle Tage, sagte sie. Die Herausforderung sei gewesen, das neue Wahrzeichen genauso aussehen zu lassen, wie das alte. Das Problem: Die Lastannahmen sind heute höher als vor 40 Jahren. Deswegen musste die neue Brücke massiver gebaut werden und das sieht man. Die Gründung ist kräftiger. Dafür könne jetzt sogar das Ausflugsschiff Tiedenkieker unter der Brücke durchfahren. Als nächster Schritt folgt die Anpassung der Anrampung, der Aufgang zur Brücke wird erhöht.

Bis Ende September stehen in Steinkirchen noch zwei Hogendiekbrücken. Dann wird der Nachbau der historsichen Holländerbrücke abgerissen. Zurzeit laufen aber noch Strom-, Wasser und Gasleitungen unter den Holzdielen lang. Jetzt werden Rohre durch die Lühe geschossen, wenn die Leitungen dadurch gezogen sind, können die alten gekappt werden.

Die an der Brücke hängenden eisernen Ketten und das Schild "Hogendiekbrück" bleiben erhalten: Sie finden an der neuen Brücke wieder ihren gewohnten Platz. "Für diese Teile haben sich die Bürger am meisten interessiert", sagt Hilde Fischer. Eine Versteigerung von Teilen der alten Brücke könne wegen dem großen Interesse nicht ausgeschlossen werden.