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"Willkür ausgeschlossen": Deichverband gestaltet erneute Baumfäll-Aktion transparenter

lt. Altes Land. Vor rund einem halben Jahr ließ der Deichverband der II. Meile Alten Landes einige Kirschbäume am Lühedeich in Mittelnkirchen fällen und brachte damit viele Bürger gegen sich auf (das WOCHENBLATT berichtete). Jetzt sollen an Lühe und Este insgesamt 36 weitere Bäume der Axt zum Opfer fallen. Die erneute Fäll-Aktion läuft allerdings deutlich anders ab als die von vielen als willkürlich empfundene Maßnahme vor einigen Monaten: Alle Bäume die weg sollen, sind vorab mit einem roten Kreuz gekennzeichnet worden.
"Wir begrüßen diese Transparenz", sagt Volker Weinhard von der Initiative "Deichbürger 13". Im Gegensatz zur letzten Fäll-Aktion könne sich nun jeder im Vorfeld davon überzeugen, dass die gekennzeichneten Bäume auch wirklich krank seien, so Weinhard. Willkür sei damit ausgeschlossen.
Weinhard und seine Mitstreiter wollen sich weiter dafür einsetzen, dass künftig auch Neupflanzungen, z.B. im Schatten der Häuser an den Deichen, zugelassen werden.
Die Fäll-Aktion des Deichverbandes ist auch mit dem Landkreis abgestimmt worden, berichtet Landkreis-Pressesprecher Christian Schmidt. Alle gekennzeichneten Bäume seien entweder von Pilzen befallen, von innen hohl, würden die Deichkrone zu stark beschatten oder seien eine Gefahr für die Uferbefestigung.
Schmidt weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Landkreis es nach wie vor nicht befürwortet, dass langfristig alle Bäume von den Deichen verschwinden.