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"Wir müssen Tempo machen"

In der Samtgemeine Lühe werden ab August 100 Krippenplätze benötigt
lt. Lühe. Die Samtgemeinde Lühe braucht ab August für 100 Kinder Krippenplätze. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter Eltern, deren Kinder zwischen einem und zwei Jahren alt sind. Konkret bedeutet das: An den drei Kindergartenstandorten Steinkirchen, Hollern-Twielenfleth und Neuenkirchen müssen neue Krippengruppen mit insgesamt 45 Plätzen eingerichtet werden.
"Das werden wir schaffen", ist Samtgemeindebürgermeister Hans Jarck zuversichtlich. Er rechnet damit, dass der Bedarf an Krippenplätzen auch in Zukunft hoch sein wird. Die Geburtenzahlen von 70 bis 80 Kindern im Jahr bleiben seiner Ansicht nach konstant. Nicht zuletzt, weil in Steinkirchen derzeit ein neues Wohngebiet mit 70 Bauplätzen entsteht (das WOCHENBLATT berichtete).
Und das ist geplant: In Steinkirchen will die Samtgemeinde Container anmieten, die direkt neben dem Kindergarten aufgestellt werden sollen. Vorausgesetzt, die Kirche als Träger des Kindergartens sei einverstanden, so Jarck. Außerdem könnte die Samtgemeinde den ehemaligen Betriebskindergarten im SAL-Gebäude übernehmen, weil die Firma aus dem Ort zieht. Hier soll eine sogenannte Großtagespflegestelle mit zehn Plätzen und dem DRK als Träger entstehen.
In Hollern-Twielenfleth setzt die Samtgemeinde vorerst ebenfalls auf eine Mietlösung. In der Nähe des Kindergartens sollen Container oder ein Gebäude in Holzrahmenbauweise aufgestellt werden.
In Neuenkirchen soll die "Remise", ein Nebengebäude des Dorfgemeinschaftshauses krippentauglich umgebaut werden. Die Remise wird schon jetzt vom benachbarten Kindergarten mitgenutzt. "Wir müssen jetzt Tempo machen", sagt Jarck. Gespräche mit der Gemeinde werden bereits geführt.
Der Umbau der Remise werde mit rund 90.000 Euro zu Buche schlagen, schätzt Jarck. 7.500 Euro Förderung gibt es vom Land Niedersachsen. Die Kosten für die Aufstellung der Container kann Jarck noch nicht genau beziffern. Der Mietpreis pro Container betrage rund 7.000 Euro im Jahr.
Die Mietlösung hält Jarck kurzfristig für am sinnvollsten. Man müsse die Entwicklungen der kommenden drei bis vier Jahre in der Krippen- und Schullandschaft abwarten, um eine konkrete Lösung zu finden, so der Samtgemeindebürgermeister. Erst dann könne über einen Neubau, z.B. in der Mitte der Samtgemeinde, nachgedacht werden. Womöglich könne dann auch das Schulgebäude für die Kinderbetreuung genutzt werden. "Bis dahin werden wir auch in Containern eine optimale Betreuung hinbekommen", sagt Jarck. Das größte Problem sei vermutlich, ausreichend Personal zu finden.