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"Wir schauen weiteroptimistisch nach vorn"

Das Alte Land mit seinem speziellen Charme profitiert vom Tourismus (Foto: Archiv)
Tourismusverein Altes Land lässt sich nicht entmutigen

am. Altes Land. Der Tourismusverein Altes Land ist ins Straucheln geraten. 2014 hat er ein Minus von mehr als 20.000 Euro erwirtschaftet und auch 2015 kann ein Defizit nicht vermieden werden (das WOCHENBLATT berichtete). Jetzt erhitzen sich die Gemüter über eine neue schlechte Nachricht: Die Samtgemeinde Lühe hat die Mitgliedschaft im Tourismusverein gekündigt.
Samtgemeinde-Bürgermeister Michael Gosch warnt davor, die Kündigung zu hoch zu hängen. "Das war ein rein formaler, durch die Frist begründeter Schritt", sagt er. Damit hätte sich die Samtgemeinde für den theoretischen Fall, das nichts passiert, die Möglichkeit gesichert, Ende des Jahres 2016 auszutreten, so Gosch. "Das ist aber nicht das Hauptproblem, das Hauptproblem ist, dass sich da was ändern muss."
Alle Beteiligten scheinen darauf hinarbeiten zu wollen. Es hat sich eine Arbeitsgruppe, die aus Mitgliedern des Tourismusvereins und der Samtgemeinde besteht, gegründet. Bis Ende Mai plant sie, ein finanziell tragfähiges Konzept zu erstellen. Erster Vorsitzender des Tourismusvereins, Rolf Lühmann, will sich nicht entmutigen lassen. "Wir schauen optimistisch nach vorn."
In dieser Woche findet die Vorstandssitzung des Tourismusvereins statt. Darin wollen die Mitglieder die weitere Vorgehensweise bespechen. "Wir müssen jetzt unsere Planung überarbeiten", sagt Lühmann. "Die Samtgemeinde soll uns erst mal ihre Erwartungen nennen."
Zum Hintergrund: Sowohl Lühe als auch die Gemeinde Jork sind Mitglieder im Tourismusverein und bezuschussen ihn mit hohen Summen (je 102.500 Euro für 2016). Nachdem die Kommunen die Beiträge in den vergangenen Jahren gesenkt hatten und weitere ungünstige Faktoren dazukamen, rutschte der Verein in die rote Zahlen. Aus Sicht der Kommunen sollte der Tourismusverein aber auf lange Sicht auf eigenen Beinen stehen. Die Samtgemeinde Lühe hatte jüngst bemängelt, dass die regulären Mitglieder, also Hotels, Restaurants und Besitzer von Ferienwohnungen, nicht genügend zur Kasse gebeten werden.