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Zwei Helferteams räumen in Bassenfleth auf

Mehr als 20 Helfer kamen vom syrischen Freiwilligenteam Stade an den Strand in Bassenfleth
am. Hollern-Tielenfleth. Einkaufswagen, Einweggrills, Kleidungsstücke und sogar eine Badewanne - was da nach den Feierlichkeiten zum Vatertag am Strand in Bassenfleth lag, hätte man eher auf einer Müllkippe vermutet. Timo Gerke, Bürgermeister von Hollern-Twielenfleth ist dementsprechend verärgert darüber, wie die Feiernden den Strand hinterlassen haben. "Es ist kaum zu glauben, dass sich zivilisierte Menschen so verhalten." Er will Konsequenzen folgen lassen und wird daher jetzt die Schließung des Strandes und alternative Regelungen für solche Großveranstaltungen in den Gemeinderat einbringen. Denn so könne es laut Gerke nicht weitergehen.
"Wir als kleine Gemeinde bleiben auf den Kosten sitzen", sagt der Bürgermeister. "Dabei sind es Besucher aus dem ganzen Landkreis, die den Strand nutzen und verschmutzen." Verursacher sind nicht nur die feiernden Jugendlichen zum Vatertag oder Abi-Ball, auch die regulären Wochenendausflügler räumen ihren Müll oft nicht weg.
Darüber hinaus möchte der Bürgermeister an den Landkreis herantreten, um über eine Kostenlösung für die regelmäßig notwendige Strandreinigung zu reden.
Am Wochenende nach Himmelfahrt konnte der Strand nur mithilfe von Freiwilligen wieder in den Normalzustand gebracht werden. Unabhängig voneinander machten sich am Samstag zwei Gruppen mit Müllsäcken und Handschuhen bewaffnet auf den Weg.
Bereits am frühen morgen versammelte sich die Jugendfeuerwehr Hollern-Twielenfleth mit Jugendfeuerwehrwart Burkhard Blunck und dem Bürgermeister in Bassenfleth. Das Säuberungsteam hatte alle Hände voll damit zu tun, den Strand einigermaßen sauber zu bekommen. Bis zum Mittag hatten sie mehrere Säcke mit Müll vom Strand abtransportiert.
Um 11 Uhr am Samstag starteten auch die Helfer des syrischen Freiwilligenteams ihre Aufräum-Aktion am Strand. Trotz des Einsatzes der Feuerwehr konnten auch sie noch zahlreiche Säcke mit Müll mit Bierflaschen, Dosen, Windeln und Plastik sammeln.
Das Freiwilligenteam von rund 20 Personen unter der Leitung von Ayman Allaham setzt sich aus syrischen Flüchtlingen aus den verschiedenen Gemeinden im Landkreis Stade zusammen. "Wir wollen helfen und der Gemeinschaft nützliche sein", sagt der Teamleiter. Außerdem habe die Aktion für die Gruppe auch einen Bildungscharakter. "In Syrien gibt es keine Mülltrennung, hier sortieren wir den Müll auseinander", so Allaham.
Das Freiwilligenteam der Flüchtlinge habe sich sehr kurzfristig entschlossen, die Aktion zu starten, so Timo Gerke. Deswegen sei man organisatorisch nicht zusammengekommen. Um jetzt zwischen den Beteiligten Kontakt herzustellen und sich nochmals für die Hilfe zu bedanken, hat er die Jugendbetreuer der Feuerwehr und die Mitglieder des Freiwilligenteams zu einem gemeinsamen Minigolfspiel eingeladen.