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Das Geld ist knapp an der Oberen Lühe / Deichwege werden saniert

Die Deichwege an der Lühe sollen saniert werden
lt. Lühe. Eines haben drei Gemeinden der Oberen Lühe, Guderhandviertel, Mittelnkirchen und Neuenkirchen gemeinsam: Sie werden 2014 keine großen Sprünge machen können, denn das Geld ist überall knapp. Dennoch gibt es einige Pläne für das gerade begonnene Jahr - z.B. die Sanierung der Deichwege.
Die Wege müssten instand gesetzt werden, auch weil sie wichtig für den Tourismus seien, sagt Mittelnkirchens Bürgermeister Dieter Schilling. Er bedauere, dass der Weg zwischen der Hogendiekbrücke und der Dollerner Brücke nicht mithilfe von Leader-Fördermitteln komplett erneuert werden konnte. "Wir hätten uns die Co-Finanzierung nicht leisten können", so Schilling.
Wie berichtet, fließt das Leader-Geld, das einmal für den Deichweg vorgesehen war, nun in den Neubau der Hogendiekbrücke. Der Deichweg, der teilweise in einem schlechten Zustand ist, soll Schritt für Schritt saniert werden.
In einer Einheitsgemeinde wären die finanziellen Perspektiven besser, ist Schilling sicher. Doch die sei ja leider in weite Ferne gerückt. "So bluten unsere Gemeinden immer mehr aus", sagt der Ortsbürgermeister.
Wichtig ist Schilling außerdem, dass die Siedlungsstrukturen am Lühedeich erhalten bleiben und einen Bestandschutz vor dem Gesetz genießen. Als das Deichgesetz 2005 verschärft wurde, sei die besondere Situation im Alten Land leider nicht berücksichtigt worden. Viele Häuser an Este und Lühe stünden innerhalb der im Gesetz verankerten 50 Meter breiten Schutzzone.
In Guderhandviertel soll in diesem Jahr die zweite Hälfte des Deichweges (Bergfried) saniert werden, so Bürgermeister Marco Hartlef. Die erste Hälfte wurde im vergangenen Jahr instand gesetzt. Ein großer Wunsch sei außerdem, das Gewerbegebiet an der Dollerner Straße noch erweitern zu können. Derzeit sei der Eigentümer des infrage kommenden Landes aber nicht bereit, an die Gemeinde zu verkaufen, so Hartlef. Man wolle an dem Thema "dran bleiben".
Bei der Ratssitzung im Februar will Hartlef vorschlagen, Ortsschilder auf Plattdeutsch einzuführen. Außerdem soll die Internetverbindung in Guderhandviertel verbessert werden. Ein Angebot der EWE sei bereits eingeholt worden, so Hartlef.
In Neuenkirchen stehen in diesem Jahr keine großen Projekte an, sagt Bürgermeister Reinhard Meyer. Man wolle versuchen, Fördermittel für die Instandsetzung des maroden Deiches in der Nähe der Autobahn zu bekommen. Auch in Neuenkirchen sei das Geld knapp, so Meyer. Er ist froh, dass die neue Krippe mit zehn zusätzlichen Plätzen neben dem Dorfgemeinschaftshaus in 2013 eröffnet werden konnte.