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Doch keine neuen Stromtrassen im Alten Land?

Im Rahmen der Energiewende und laut Netzentwicklungsplan könnten neue Stromtrassen im Alten Land gebaut werden

Netzentwicklungsplan steht rechtlich offenbar auf wackligen Beinen

lt. Altes Land. Was den möglichen Bau neuer Stromtrassen im Alten Land angeht, startet Hollern-Twielenfleths Bürgermeister Timo Gerke recht gelassen ins neue Jahr. Grund: Der Düsseldorfer Fachanwalt für Verwaltungsrecht Dr. Clemens Antweiler hat planungsrechtliche Defizite im Netzentwicklungsplan aufgedeckt.
In einem Artikel bezeichnet Antweiler u.a. den Umweltbericht zum Netzentwicklungsplan als fehlerhaft. Der Bericht enthalte keine ausreichende Analyse der für den Plan bedeutsamen Umweltprobleme.
Außerdem genüge der Netzentwicklungsplan einigen Vorgaben des Immissionsschutzgesetzes nicht, weil einige Leitungsenden von Hochspannungs-Gleichstromübertragungs-Leitungen in direkter Nachbarschaft zu reinen Wohngebieten liegen sollen. Dabei sei nicht klar, ob die besondere Schutzbedürftigkeit der Wohnbebauung bei der Planung überhaupt berücksichtigt wurde.
"Der Netzentwicklungsplan steht rechtlich auf wackligen Beinen", sagt Timo Gerke. Seiner Meinung nach müsse das ganze Verfahren noch einmal neu aufgerollt werden.
Wie berichtet, ist das Alte Land im Umweltbericht des von vier großen Netzbetreibern vorgelegten Netzentwicklungsplans als eine Region mit "geringer Empfindlichkeit" dargestellt. Das macht den Bau neuer Leitungen im Rahmen der Energiewende unkompliziert.
Die Samtgemeinde Lühe, die Gemeinde Jork und der Welterbeverein hatten kurz vor Ablauf der Frist Anfang November 2012 eine Stellungnahme zum Netzentwicklungsplan abgegeben und u.a. gefordert, dass das Alte Land als Fläche mit hoher Empfindlichkeit eingestuft wird. Bislang ist darauf noch keine Antwort eingegangen, so Timo Gerke.