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"Fahrlässige Entscheidung": Gemeinde Steinkirchen besiegelt das Aus für die Einheitsgemeinde

Vorerst wird es wohl keine Einheitsgemeinde Lühe geben (Foto: Montage: MSR)
lt. Lühe. Als unkollegial, fahrlässig und vorschnell bezeichnet Lühes Samtgemeindebürgermeister Hans Jarck (SPD) die Entscheidung, die jetzt im Steinkirchener Gemeinderat gefällt wurde. Mit sieben zu vier Stimmen hat das Gremium beschlossen, sich nicht weiter an den Diskussionen zur Umwandlung der Samt- in eine Einheitsgemeinde zu beteiligen.
Die CDU-Fraktion, die geschlossen gegen die Fortführung des Prozesses stimmte, besiegelt damit vermutlich das vorläufige Aus für eine Einheitsgemeinde.
"Ich hoffe die Betreffenden sind sich über die Tragweite ihrer Entscheidung bewusst", sagt Jarck. Er bedauere es, dass sieben Personen nun den Prozess ausgebremst hätten, über den alle anderen fünf Mitgliedsgemeinden gerne weiter "ergebnisoffen" diskutiert hätten.
Zuletzt hatte sich der Rat der Gemeinde Hollern-Twielenfleth mit acht zu sieben Stimmen für eine Fortführung des Prozesses entschieden.
Die Befürchtung des Steinkirchener Rates, dass ein Gutachter zu teuer gewesen wäre, lässt Jarck nicht gelten. Über konkrete Summen habe man noch gar nicht gesprochen. Zudem sei vorstellbar gewesen, das bereits vorliegende Gutachten der Samtgemeinde Horneburg als Grundlage zu verwenden.
Die Argumente für und gegen eine Einheitsgemeinde seien noch überhaupt nicht ausreichend diskutiert worden, so Jarck.
Er sieht nun allerdings keinen Sinn mehr darin, weiter zu diskutieren. Das Motto sei von Anfang an gewesen: "Entweder alle oder keiner", so der Samtgemeindebürgermeister.
Gleichwohl ist Jarck davon überzeugt, dass Lühe irgendwann zwangsläufig zu einer Einheitsgemeinde werden wird.