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Gegen Baumfällung: Schüler sammeln Unterschriften für Kirschbäume

Die Schülerinnen wollen, dass die Bäume am Deich bleiben
lt. Mittelnkirchen. Gegen die vom Deichverband der II. Meile Alten Landes initiierte Baumfällung am Lühedeich in Mittelnkirchen (das WOCHENBLATT berichtete) machen jetzt einige Schüler der Freien Waldorfschule Stade mobil. Engagierte Fünft- und Sechstklässler aus dem ganzen Landkreis haben sich zusammen getan, Plakate gemalt und in nur drei Tagen rund 150 Unterschriften für den Erhalt der Kirschbäume am Lühedeich gesammelt.
"Wir geben uns nicht kampflos geschlagen", sagt Lene Petersen (13). Sie lebt mit ihrer Familie auf dem Lühedeich in Mittelnkirchen. Von den Kirschbäumen vor der Haustür nascht die Schülerin im Sommer gerne frische Früchte.
Doch die ersten grünen Riesen sind bereits der Axt zum Opfer gefallen. Laut Oberdeichrichter Uwe Hampe gefährden sie die Deichsicherheit und haben auf dem Schutzwall nichts zu suchen. Neupflanzungen sind nicht vorgesehen.
Die Schüler verstehen nicht, warum die Bäume, die seit vielen Jahren am Deich wachsen, auf einmal weg müssen. "Unser Deich ist trotz der Bäume doch noch nie gebrochen", sagt Lene Petersen. Außerdem gehe man auf der anderen Seite der Lühe ganz anders mit dem vermeintlichen Problem um, so die Schülerin.
Das bestätigt Gemeindedirektor Kai Schulz. In Grünendeich und Steinkirchen gebe es eine Vereinbarung zwischen dem zuständigen Deichverband der I. Meile Alten Landes und den Gemeinden. Weil der Deichverband mehr Arbeit mit der Unterhaltung des Schutzwalles hat, wenn Bäume darauf wachsen, zahlen die Kommunen einen Ausgleich. "Es gibt also durchaus Spielräume", so Kai Schulz.
Eine ähnliche Vereinbarung hat der Deichverband der II. Meile in Mittelnkirchen kürzlich aufgehoben.