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Guderhandviertel wird Platt-Vorreiter im Alten Land

Die Gemeinde Guderhandviertel will zweisprachige Ortsschilder aufstellen (Foto: Graphik: MSR)
lt. Guderhandviertel. Dass im Alten Land neben Hochdeutsch auch Plattdeutsch gesprochen wird, will Guderhandviertel jetzt als erste Altländer Kommune nach außen deutlich machen. Der Gemeinderat hat sich dafür ausgesprochen, insgesamt vier Ortsschilder zusätzlich mit der niederdeutschen Bezeichnung "Goderhandveerdel" zu versehen.
"Wir wollen auch bei den anderen Kommunen in der Samtgemeinde nachhaken, ob Interesse besteht", so Ortsbürgermeister Marco Hartlef. Man ziehe "die Sache aber auch alleine durch". Ein Schild kostet ca. 300 Euro.
Die Möglichkeit, zweisprachige Ortstafeln aufzustellen, gibt es in Niedersachsen seit ca. zehn Jahren. Viele Kommunen haben seitdem mit dem Gedanken gespielt, wirklich umgesetzt haben es aber bis jetzt nur wenige.
Vorreiter im Landkreis Stade ist Agathenburg, dass seit 2006 zusätzlich den plattdeutschen Namen Gothenborg im Ortsschild trägt. Ein paar Jahre später zog Buxtehude (Buxthu) nach. Auch in Bliedersdorf (Bliersdörp) gibt es inzwischen den Plattdeutschen Zusatz im Ortsschild.
Die Gemeinde Guderhandviertel muss nun einen Antrag an das Verkehrsministerium in Hannover richten, um die doppelte Ortsbezeichnung genehmigt zu bekommen. Vorher wird das Institut für niederdeutsche Sprache (INS) in Bremen befragt. Hier muss die plattdeutsche Ortsbezeichnung abgesegnet werden.