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Hotel und Sparkasse sollen in Hollern-Twielenfleth verkauft werden

Das Obstarthotel und das Sparkassengebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite sollen verkauft werden (Foto: am)
am. Hollern-Twielenfleth. Erst die Sparkasse dann das Obstart Hotel - im Moment kommen die Nachrichten Schlag auf Schlag. Die Gemeinde Hollern-Twielenfleth bangt um ihren Ortskern. Denn die Sparkasse Stade-Altes Land schließt ihre Filiale zum 1. Oktober und will das Gebäude dann für 760.000 Euro verkaufen und auch das Hotel soll jetzt den Eigentümer wechseln. Ob der Hotelbetrieb dem Ort erhalten bleibt, ist ungewiss, denn potenzieller Käufer ist der Verein für Sozialmedizin.
"Ja, unser Geschäftsführer ist mit der Eigentümerin des Hotels in Gesprächen", bestätigt Karina Holst, Vorstandsvorsitzende des Vereins gegenüber dem WOCHENBLATT. Es sei aber noch nichts in "trockenen Tüchern". "Bevor eine Entscheidung fällt, müssten zunächst noch verschiedene Faktoren erfüllt werden, unter anderem die Förderung vom Land."
Die Gemeinde sieht das Hotel im Ort als wichtigen Faktor für den Tourismus. "Und auch viele Bürger wünschen sich, dass das Hotel weiterhin betrieben wird", sagt Gemeindebürgermeister Timo Gerke.
Der mögliche Wegfall des Hotelbetriebes könnte Auswirkungen auf die weitere Ortskerngestaltung haben. Die Nutzungskonzepte für das Sparkassengebäude seien im Prinzip vom Weiterleben des Hotels abhängig, so Gerke. Die Gemeinde sucht nach einem Investor, der in das Ortsbild passt. "Wir haben schon mit einem Café-Betreiber und einem Fitnessstudio gesprochen", sagt Bürgermeister Timo Gerke. Beide Angebote wären dem Tourismus in der Gemeinde zuträglich. "Diese Konzepte kommen aber nur mit einem Hotel im Ort infrage."
Ana Drescher, Geschäftsführerin des Tourismusvereins Altes Land, sieht den möglichen Wegfall des Hotels als Verlust. "Das wäre schon sehr schade für die Region und auch für die Obsthöfe und Gastronomen in der Umgebung."