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Neubau statt Sanierung?

Im jetzigen, sehr verwinkelten Rathaus befand sich früher eine Schule
bc. Steinkirchen. Bekommt die Samtgemeinde Lühe ein neues Rathaus? Sollte sich herausstellen, dass eine Sanierung des alten Verwaltungshauptquartiers am Obstmarschenweg in Steinkirchen teurer als ein Neubau wäre, würde es darauf hinauslaufen. Ein Neubau könnte mitten im Ortszentrum entstehen - auf dem Grundstück, auf dem bis vor Kurzem der Rewe-Markt stand (das WOCHENBLATT berichtete).

Zum Hintergrund: Das alte, sehr verwinkelte Rathaus - seit der Gemeindereform Anfang der 1970er Jahre Heimat der Lüher Verwaltung - bedarf einer Sanierung: Der Brandschutz in dem ehemaligen Schulgebäude muss auf Vordermann gebracht werden, auch das Thema Barrierefreiheit ist noch nicht umgesetzt. Ein Fahrstuhl muss her. Zudem wird die Dämmung ausgetauscht werden müssen. Eine Riesen-Investition.

Bevor die Samtgemeinde allerdings viel Geld in die Hand nimmt, hat der Bauausschuss entschieden, ein Architekturbüro aus Stade zu beauftragen, um beide Varianten zu prüfen: Sanierung und Neubau.

Samtgemeinde-Bürgermeister Michael Gosch legt Wert auf die Feststellung, dass sich seine Verwaltungsmannschaft sehr wohl fühle im alten Rathaus: "Wir klagen weder über Platzmangel noch über andere Dinge. Es geht rein um die Frage, welche Variante wirtschaftlicher ist", sagt Gosch.

Nichtsdestotrotz hätte ein Neubau im Ortskern einen gewissen Charme. Wie berichtet, plant ein Investor auf dem hinteren Teil des früheren Rewe-Grundstücks ein Mehrfamilienhaus. Auf dem vorderen Teil der Fläche wäre Platz für das neue Rathaus.

Beim Thema Finanzierungsmöglichkeiten hält sich Gosch bedeckt. Das sei viel zu früh, darüber zu diskutieren. Es gebe mehrere denkbare Alternativen: Ob die Kommune selbst einen Kredit aufnimmt oder zusammen mit der Privatwirtschaft das Projekt realisiert (PPP), sei völlig offen.

Zunächst einmal brauchen Politik und Verwaltung die Expertise des Architekten, um zu entscheiden, ob entsprechende Planungen überhaupt vorangetrieben werden sollen. Gosch: "Im Laufe des Sommers muss eine Entscheidung gefallen sein."