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Noch in der Komfortzone

Michael Gosch (CDU) hat es sich im Rathaus in Steinkirchen gemütlich gemacht. Die Bilder an der Wand fehlen aber noch.
Michael Gosch resümiert im WOCHENBLATT über seine ersten 100 Tage als Samtgemeindebürgermeister

at. Steinkirchen. Michael Gosch (CDU) ist angekommen: Der 58-Jährige hat es sich im Büro des Samtgemeindebürgermeisters gemütlich gemacht. "Ich fühle mich hier sehr wohl", sagt Gosch. Seit November ist er Chef der Samtgemeindeverwaltung in Steinkirchen. Gegenüber dem WOCHENBLATT resümiert er seine ersten 100 Tage an der Spitze der Verwaltung und verrät, was kurz- und langfristig auf seiner Agenda steht.
Geprägt waren die ersten Monate seit seinem Amtsantritt durch die Haushaltsdebatte. "Ankommen, zurücklehnen und akklimatisieren war da nicht", sagt der Steinkirchner. Den Sprung ins kalte Wasser habe er gewagt und am Ende kam ein ausgeglichener Haushalt raus.
Für den ehemaligen Bürgermeister von Steinkirchen sei die Debatte zwar nichts Neues, aber der Standpunkt, aus dem er den Haushalt betrachtet habe, sei ein anderer gewesen.
Seine Zeit verbringt er am liebsten im Rathaus. "Mir liegen die Mitarbeiter hier sehr am Herzen", sagt er. Deswegen sei er auch, so oft es geht, im Haus unterwegs. "Ich wünsche mir, dass es meinen Mitarbeitern gut geht. Deswegen höre ich mich gerne um und frage ob alles in Ordnung ist." Ist da auch ein wenig Kontrolle dabei? "Nein", sagt Gosch und lacht. "Für mich gehört das zur Fürsorgepflicht."
Wichtig sei ihm auch, dass Kompetenzbereiche richtig abgesteckt werden. Jeder solle wissen, was er zu tun hat. "Ich möchte klare Strukturen und nicht lange überlegen, wer für was verantwortlich ist", so der Samtgemeindebürgermeister. Das seien aber nur Kleinigkeiten. Für die richtig großen politischen Entscheidungen in den 100 Tagen noch gar keine Zeit gewesen.
Wie zum Beispiel das Versprechen zum Amtsantritt, zwischen Lühe und den größeren Städten im Umkreis eine bessere Busverbindung zu schaffen. "Das wird noch", sagt er und berichtet,er werde sich in den nächsten zwei Wochen mit seinen Amtskollegen Matthias Herwede aus Horneburg und Gerd Hubert aus Jork treffen. "Wir setzen das Thema Bürgerbus auf die Agenda", sagt Gosch. Gemeinsam mit seinen Kollegen holt er sich Rat bei der Gemeinde Kutenholz, die dieses Projekt schon ehrenamtlich realisiert hat.
Auch die Hortplätze in Lühe hat Gosch zum Thema gemacht. Rechtlich seien sie nicht vorgeschrieben, dennoch gäbe es eine größere Nachfrage als Plätze in Lühe vorhanden seien. "Wir sind noch ganz am Anfang und wollen schauen, wie wir das Angebot aufstocken können ohne dass wir eine neue Einrichtung bauen müssen."
Ein Thema wird die Verwaltung in diesem Jahr zusätzlich beschäftigen: Das alte Rathaus entspricht bautechnisch nicht mehr den neuesten Standards. Darüber hinaus fehlt die Barrierefreiheit. Ob das Gebäude umgebaut wird oder ein Neubau günstiger ist, muss die Verwaltung in diesem Jahr klären.
Michael Gosch: "Ich gebe das Rathaus in Steinkirchen nur äußerst ungern auf. Ich fühle mich hier einfach viel zu wohl."