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Aaya (11†): Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre Haft

Das tote Mädchen wurde in einem Gartenschuppen auf dem elterlichen Grundstück gefunden
bc. Neu Wulmstorf/Stade. Im Prozess um die im März in Neu Wulmstorf getötete elfjährige Aaya forderte die Staatsanwaltschaft am Montag in ihrem Plädoyer vor dem Stader Landgericht sieben Jahre Haft für den angeklagten Bruder Ahmed T..
Die Staatsanwaltschaft hat aufgrund der Indizienlage keine Zweifel, dass der 19-Jährige seine Schwester erwürgt und in einen Müllsack gestopft hat. Gefunden wurde das Mädchen in einem Gartenschuppen auf dem elterlichen Grundstück. An dem Müllsack fanden die Ermittler DNA-Spuren und Fingerabdrücke des Beschuldigten.
Ahmed T. schweigt zu den Vorwürfen, auch die Eltern machen von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch. Die Staatsanwaltschaft geht von einem vorsätzlichen Tötungsdelikt und nicht von einem Unfall aus. Mit ihrer Forderung nach sieben Jahre Gefängnis liegt sie dicht an der Höchststrafe nach Jugendstrafrecht von zehn Jahren.
Am Mittwoch, 17. Dezember, ab 9.15 Uhr hält die Verteidigung ihre Plädoyers. Je nachdem, ob danach die Beratungszeit für das Gericht ausreicht, wird das Urteil schon am Mittwoch oder erst am Freitag verkündet.