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Graffiti-Serie in Neu Wulmstorf aufgeklärt

Die Ermittlungsakten und sichergestelltes Beweismaterial (Foto: Polizei)
thl. Neu Wulmstorf. Fahndungserfolg für die Polizei! Anfang des Jahres kam es in Neu Wulmstorf zu einer Häufung von Sachbeschädigungen durch Graffiti. Allein in der Zeit von Ende Januar bis Mitte Februar wurden durch die Beamten rund 40 Strafanzeigen aufgenommen. Offenbar waren zwei rivalisierende Sprayergruppen unterwegs, die ihre Tags gegenseitig übermalten. Hierbei wurden unter anderem die Hauptschule und das Jugendzentrum in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße großflächig besprüht.
Im Rahmen der Ermittlungen wurden bereits in der Nacht zum 5. April drei männliche Sprayer im Gerhart-Hauptmann-Ring durch Beamte der Polizeistation Neu Wulmstorf auf frischer Tat betroffen und nach Verfolgung zwei Täter festgenommen. Es handelte sich um einen polizeibekannten 19-Jährigen und einen 17-Jährigen.
Die beiden benannten in ihrer Vernehmung einen ebenfalls polizeibekannten 26-jährigen Neu Wulmstorfer als Haupttäter. Noch in der Nacht wurden die Wohnungen der Täter durchsucht. Hierbei konnten die Beamten Sprayflaschen, Handschuhe und sonstiges Tatwerkzeug sicherstellen.
Der Haupttäter legte am Folgetag bei den Ermittlern ein Geständnis ab und wollte nach eigenen Angaben "reinen Tisch machen", weshalb er weiterhin Angaben zu einer von im verübten Serie von Internet-Betrügereien machte. Als Motiv für die Taten wurde Langeweile und die "Suche nach dem Kick" angegeben. Die Schadenshöhe für die Graffiti-Taten wird auf 20.000 bis 30.000 Euro geschätzt. Bei den Betrügereien entstand ein Schaden von weiteren 5.000 Euro. Insgesamt werden den Tätern 85 Taten zur Last gelegt.
Durch die Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf Sprayer einer anderen Gruppe. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stade wurden Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen eines 22-jährigen Neu Wulmstorfers sowie eines 23-Jährigen aus Lüneburg erlassen. Bei diesen Durchsuchungen wurde ebenfalls Beweismaterial sichergestellt. Hierdurch konnten weitere 20 Taten geklärt werden. Der Schaden wird hier auf 12.000 Euro geschätzt. Neben dem Strafverfahren erwarten die Täter zivilrechtliche Schadensersatzforderungen für die Reinigungsarbeiten.