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Neu Wulmstorf: Delikte sind rückläufig

Die Leiterin der Polizeidienststelle Neu Wulmstorf, Kriminaloberkommissarin Lydia Evers

Polizeioberkommissarin Lydia Evers zur Lage Neu Wulmstorfs

ab. Neu Wulmstorf. Recht erfreulich war das, was die Leiterin der Neu Wulmstorfer Polizeidienststelle, Kriminaloberkommissarin Lydia Evers, jüngst vor den Mitgliedern des Ausschusses für Verkehr, öffentliche Ordnung und Feuerschutz zur aktuellen Lage der Gemeinde aus polizeilicher Sicht vortrug. Die Kriminalität in Neu Wulmstorf sei zurückgegangen. Dazu zählten vor allem Wohnungseinbrüche und das Aufbrechen von Fahrzeugen: Das habe den ganzen Landkreis betroffen, im Juni seinen Höhepunkt erreicht und sei jetzt stark rückläufig. Das betreffe auch Fahrraddiebstähle. Diese seien in Neu Wulmstorf zwar ein Dauerthema, dennoch hätten sich diese im ersten Halbjahr im Gegensatz zum vergangen Jahr halbiert. Straßendelikte wie z. B. Raubdelikte, Körperverletzung oder sexuelle Übergriffe seien sehr selten geworden. Offizielle Zahlen gebe es aber laut Evers noch nicht.

Noch einmal wolle sie in diesem Zusammenhang an die Bürger appellieren, denn Kriminalitätsbekämpfung lebe vom Aufpassen: "Wir sind wirklich auf Ihre Mithilfe angewiesen. Wenn Ihnen etwas auffällt oder verdächtig vorkommt, melden Sie es uns!"
Immer wieder höre sie Bedenken, dass es doch etwas koste, wenn die Polizei "umsonst" gerufen werde. Gerade ältere Bürger seien häufig davon überzeugt. "Nein, das stimmt nicht", sagt Evers nachdrücklich. "Das ist ein Gerücht, das sich wacker hält."
Wie es komme, dass die Zahl der Fahrraddiebstähle zurückgehe, fragte der Ausschussvorsitzende Peter Hauschild (CDU). "Ist der Markt etwa gesättigt?" "Wir zeigen Präsenz und wenn die Polizei gesehen wird, gibt es keine Straftaten. Das ist so", meint Evers.

Auch die Ermittlungserfolge der SOKO "Castle" in Hamburg, die Einbruchskriminalität stark bekämpfe, wirkten für viele Täter abschreckend, ist die Dienststellenleiterin überzeugt. Ebenso, dass verstärkt kontrolliert und offen Präsenz gezeigt werde.
Etwas liege ihr jedoch besonders am Herzen: "Es gibt aktuell immer wieder Betrugsversuche am Telefon. Vor allem ältere Menschen werden dabei häufig Opfer." Der Täter rufe an und geben sich als Polizist aus, der zur Sicherheit Schmuck und Wertsachen abholen kommen wolle. Lassen Sie sich auf nichts ein, schreiben Sie sich die Nummer vom Display ab und nehmen Sie Kontakt zu uns auf."

Gegen das Gerücht, es gebe ab 18 Uhr keine Polizeipräsenz mehr in der Gemeinde, möchte Lydia Evers ebenfalls vorgehen. "Die Polizei aus Seevetal kontrolliert in Neu Wulmstorf und sollte etwas sein, arbeiten wir landesgrenzenübergreifend. Dann kommen die Kollegen, die am schnellsten da sein können."