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Razzia bei "Hells Angels"-Mitgliedern

Auch eine Wohnung in der Fischbeker Straße in Neu Wulmstorf soll durchsucht worden sein
bc. Neu Wulmstorf. Schlag gegen die "Hells Angels": Die Polizei hat am frühen Mittwochmorgen 17 Wohnungen und Gewerbeobjekte in Bremen, Delmenhorst, Oldenburg und Neu Wulmstorf von zwölf Mitgliedern der Rocker-Gruppierung durchsucht. In Neu Wulmstorf standen zwei Adressen auf der Liste der Kriminalbeamten. Nach WOCHENBLATT-Informationen soll es sich dabei u.a. um ein Objekt in der "Fischbeker Straße" gehandelt haben. Die Razzia stand unter Federführung der Bremer Polizei.

Nach Angaben der Bremer Innenbehörde lagen entsprechende Beschlüsse der Verwaltungsgerichte in Bremen und Niedersachsen zugrunde. An den Durchsuchungen waren knapp 500 Beamte beteiligt. Sie beschlagnahmten Schlag-, Stich-, Gas- und Signalwaffen sowie Pfefferspray, Anabolika, Kutten, Datenträger und Bargeld.

Ulrich Mäurer, Senator für Inneres und Sport, gab am Mittwoch bekannt, dass der Verein "Hells Angels MC Bremen" verboten werde. In einer entsprechenden Verfügung heißt es, dass „der Zweck und die Tätigkeit des Vereins den Strafgesetzen zuwider laufe". Dem Verein sei ab sofort jede Tätigkeit untersagt. Das Vermögen werde beschlagnahmt. Die Razzia sei u.a. notwendig gewesen, um die Verbotsurkunden zuzustellen.

Ausschlaggebend für das Verbot waren nach Angaben der Bremer Behörde mehrere brutale Auseinandersetzungen mit Mitgliedern der verbotenen Organisation „Mongols MC Bremen“. Die Polizei geht deutschlandweit immer wieder gegen international vernetzte Rockergruppen vor. Stichwort organisierte Kriminalität: Rotlichtmilieu, Drogen- und Waffenhandel.