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2.000 Freiwillige bei Typisierungsaktion

"Überwältigende Resonanz", sagt di Mit-Organisatorin der Typisierungs-Aktion, Steffy Philipp - hier mit Tochter Elisa
Große Resonanz auf Knochenmarkspender-Suche für Max (7)

tp. Elstorf. Eine Welle der Hilfsbereitschaft hat das Schicksal des an Leukämie erkrankten Max (7) aus Ardestorf bei Neu Wulmstorf ausgelöst. Bei einer groß angelegten Typisierungsaktion in der Sporthalle der Elstorfer Grundschule ließen sich am Sonntag rund 2.000 Menschen in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren.
"Die Resonanz ist absolut überwältigend", sagte die Mit-Organisatorin der Aktion, Steffy Philipp (39), deren Tochter Elisa (9) mit Max zu Schule geht. Bereits am Samstag, so Steffy Philipp, hätten an einer Typisierungsaktion für Max in Hamburg 502 Freiwillige teilgenommen.
Wie das WOCHENBLATT mehrfach berichtete, erfuhren die Eltern des kleinen Max im Juni, dass ihr Sohn an Blutkrebs erkrankt ist. Seitdem verbringt die Familie die meiste Zeit in der Kinderkrebsklinik in Eppendorf. Da bei Max eine Chemotherapie nicht anschlug, ruht die Hoffnung der Familie jetzt darauf, einen der seltenen in Frage kommenden Stammzellspender zu finden.
Einer der Spendenwilligen, die sich in der Elstorfer Turnhalle ein paar Tropfen Blut abnehmen ließen, war Timo Kähler (20) aus Elstorf. Den schmerzenden Piekser ertrug er bereitwillig für den guten Zweck: "Ich helfe gerne und bin fest davon überzeugt, dass die Aktion etwas bringt."
Auch Martina Lemm (50) aus Neugraben gab eine Blutprobe. "In meinem Bekanntenkreis ist jemand an Leukämie gestorben, nur, weil nicht rechtzeitig ein Spender gefunden wurde. Als ich die Geschichte von Max hörte, habe ich keinen Augenblick gezögert."
Nicht nur durch die Registrierung war helfen möglich. Auch mit dem Kauf von Tombola-Losen, Kaffee, Kuchen und Erbsensuppe zugunsten der DKMS konnte man einen Hilfebeitrag leisten.
Und wie geht es Max? Darüber wollte die Mit-Organisatorin Steffy Philipp zum Schutz der Privatsphäre der Familie nichts sagen. Die Aktion sei aber "dringend".