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B3-Ampel in Elstorf: Viele Autos und Lkw rauschen bei Rot rüber

Jutta Sommer (v.li.), Kerstin Drögmund und Imke Peters sorgen sich um ihre Kinder
bc. Neu Wulmstorf. Noch ist kein Unglück passiert - noch nicht. Viele Elstorfer Eltern sorgen sich um ihren Nachwuchs. Sie kritisieren die Ampelschaltung an der viel befahrenen Bundesstraße 3/Ecke Mühlenstraße (L235). "Täglich rauschen hier mehrere Autos und Lkw bei Rot über die Ampel", sagt Jutta Sommer (45).

Die Mutter hat einen Sohn in der 1. Klasse, der die Ampel jeden Tag benutzen muss, um zur Schule zu kommen. Auch die Grünphase für die Fußgänger sei mit acht Sekunden viel zu kurz, sagt die Frau. Ältere Menschen und kleine Kinder hätten in der Zeit keine Chance, die Straße zu queren."Irgendwann passiert hier ein Unglück", sorgt sich die Mutter.

Die Neu Wulmstorfer CDU will den Schulweg sicherer machen. In einem Antrag an die Gemeindeverwaltung, der am heutigen Mittwoch, 5. Dezember, im Verkehrsausschuss (19.30 Uhr, Rathaus) behandelt werden soll, fordert die Fraktion zwei wesentliche Maßnahmen: Die Ampelschaltung müsse überprüft und eine feste Rotlichtblitzanlage in beiden Fahrtrichtungen installiert werden. "Mit der Blitzeranlage leisten wir Pionierarbeit", sagt CDU-Kreistagsmitglied Jan Lüdemann. Im gesamten Landkreis existiert noch keine derartige Ampel. Zirka 90.000 Euro kostet eine solche Blitzanlage.

Gastwirt Lüdemann, dessen Geschäft direkt an der Bundestraße liegt, hat beste Sicht auf den Gefahrenpunkt: "Bei fast jeder Ampelphase rauschen Verkehrsteilnehmer bei rot rüber", hat er beobachtet. Die B3 ist mit etwa 20.000 Autos und Lkw pro Tag eine der meist befahrenen Bundesstraßen. Sie teilt Elstorf in zwei Teile. Trotzdem gibt es im Kernort nur zwei Querungshilfen und eine Ampel. "Unserer Auffassung nach sind die Räumzeiten, also die Grünphasen für die Fußgänger, viel zu kurz", meint auch Ortsvorsteher Peter Hauschild.

Zudem will die CDU eine gestrichelte Wartelinie vor der Einmündung der B3 in die Straße "Schwarzenberg" aufbringen lassen. Hintergrund: Da sich besonders morgens und abends der Verkehr aus Richtung Süden vor der Ampel staut, wird der Einmündungsbereich "Schwarzenberg" zugestellt. Lüdemann: "Ein Linksabbiegen von der B3 ist dann nicht möglich und der Verkehr hinter den wartenden Fahrzeugen staut sich zurück bis zur Ampel", berichtet Lüdemann.

Jutta Sommer hofft, dass in Kürze etwas passieren wird: "Andernfalls gibt es wahrscheinlich bald wirklich ein Unglück."