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"Beim Parken mitdenken"

Neu Wulmstorf: Feuerwehrmann Michael Grell appelliert an Anwohner, Fahrzeuge korrekt abzustellen

ab. Neu Wulmstorf. "„Warum können die Leute nicht parken, wie sie es in der Fahrschule gelernt haben?“, fragt sich Michael Grell (32) aus Neu Wulmstorf. Als er kürzlich im WOCHENBLATT las, dass Anwohner am Brandschutz im Gewerbepark Mienenbüttel zweifeln, stieg bei ihm der Puls. „Bevor über so etwas gemeckert wird, sollte erst einmal vor der eigenen Haustür gekehrt werden“, schrieb Grell dem WOCHENBLATT wütend.
Er habe in seiner rund 20-jährigen, aktiven Zeit als Feuerwehrmann wiederholt festgestellt, wie unverantwortlich immer wieder geparkt werde. Das sei auch in Neu Wulmstorf der Fall.

Gerade kleine Straßen seien ein Problem, so Grell, der derzeit von Neu Wulmstorf nach Rübke umzieht. Besonders im Grillenweg, Immenweg, Blütengang und Bramweg müsse „mit gesundem Menschenverstand“ das Fahrzeug abgestellt werden. „Die wenigsten denken beim Parken daran, dass da eventuell die Feuerwehr oder ein Rettungsfahrzeug durchpassen muss.“ Wenn je ein Fahrzeug aus gegenüberliegender Richtung auf gleicher Höhe parkt, dann müsse er schon mit seinem Pkw „drumherum zirkeln“, sagt Grell.
Auch hauptberuflich hat der Mann, der „vom Rande Berlins“ stammt, seine Last mit dem Falschparken der Leute: „Als Busfahrer kann ich nur sagen, dass keine Woche vergeht, wo nicht wegen eines falsch abgestellten Autos die Polizei gerufen werden muss.“

Mit dem großen Verkehrsbus gehe es manchmal gar nicht mehr weiter - im schlimmsten Fall muss Grell warten, bis das störende Auto abgeschleppt wird. Denn mit dem Bus rückwärts fahren darf er nicht. „Das kann ich auch gar nicht“, sagt er, „dafür brauche ich einen Einweiser, günstigerweise einen Berufskraftfahrer.“

Derzeit überlegt Grell, ob er, sobald er in Rübke richtig
angekommen ist, bei der dortigen Feuerwehr ebenfalls aktiv wird.